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Erste Runde im Bürgermeister-Wahlkampf

Kremmen Erste Runde im Bürgermeister-Wahlkampf

Die Linke hat im Kremmener Bürgermeister-Wahlkampf keinen eigenen Kandidaten, will aber einen der vier Herren, die sich zur Wahl stellen, unterstützen. Deshalb konnten sie sich und ihre Ziele am Donnerstagabend in „Meyhöfers Gasthaus“ vorstellen. So war ein erster Überblick möglich, auch wenn einer der Kandidaten fehlte.

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Drei der vier Kandidaten (v.l.): Arthur Förster (UWG/LGU), Sebastian Busse (CDU), Klaus-Jürgen Sasse (SPD).

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Die Linke hat im Kremmener Bürgermeister-Wahlkampf keinen eigenen Kandidaten gefunden. Das sei diesmal nicht gelungen, sagte Reiner Tietz vom Stadtverband der Partei am Donnerstagabend. Deshalb lud er die vier Kandidaten in „Meyhöfers Gasthaus“, damit sich die Parteimitglieder – aber auch alle anderen interessierten potenziellen Wähler – ein Bild von den vier Herren machen konnten, die gegeneinander antreten. Bis auf Eckhard Koop (parteilos), der privat verhindert war, kamen alle.

„Mich vorzustellen, ist, wie Eulen nach Athen zu tragen“, sagt der Amtsinhaber Klaus-Jürgen Sasse (SPD), der sich zur Wiederwahl stellt. Seit 1993 sitzt er im Chefsessel, zunächst als Amtsdirektor, seit 2001 als Bürgermeister. Es sei nicht einfach nur ein Job, Bürgermeister zu sein. Auch wenn man nachts rausgeklingelt werde, weil es brennt, sei er im Amt. Seine Ziele: Die Radwege von Hohenbruch nach Sommerfeld und von Beetz nach Ludwigsaue sollen gebaut werden. Er sei für die alternative Energie, aber gegen Windkraft., sagte er. Die Kremmener Feuerwache solle erweitert werden. Vor Straßenbaumaßnahmen sollen weiterhin die Bürger entscheiden.

Sebastian Busse (CDU) mischt seit 2008 in der Kremmener Politik mit, zunächst im Staffelder Ortsbeirat, seit 2015 im Stadtparlament. Bürgernähe sei für ihn ein wichtiger Punkt in seinem Wahlprogramm. Weitere Ziele seien ein Jugendparlament, altersgerechter und bezahlbarer Wohnraum und die Verbesserung des Beschwerdemanagements in der Verwaltung.

„Ich bin ja kein Neuling mehr“, sagte Arthur Förster (UWG/LGU). Seit 1974 ist er in Hohenbruch und Kremmen politisch tätig. „Ich bin hier sehr verwurzelt.“ Die Radwege in der Region, also rund um Hohenbruch und Beetz lägen ihm „ganz am Herzen“. Er wolle die Eigenständigkeit von Grund- und Oberschule in Kremmen erhalten, einen Neu- oder Umbau bei der Feuerwehr sowie das Klubhaus als Mittelpunkt der Stadt gestalten.

32 Zuhörer waren zu der Veranstaltung gekommen, danach wolle man bei den Linken entscheiden, wen die Partei im Wahlkampf unterstützen wolle – wobei schwerlich davon auszugehen ist, dass die Linke Busse oder Förster unterstützt. Ob die Linke an der Seite von Eckhard Koop steht – der immerhin Mitglied in Tietz’ Fraktion ist – wird allgemein bezweifelt.

Die Kandidaten konnten sich danach noch zu verschiedenen Themen äußern. Zum Beispiel zu den Flüchtlingen. „Das Thema wird mich Stimmen kosten, aber ich stehe dazu“, sagte Klaus-Jürgen Sasse im Zusammenhang zu seinem Engagement in Sachen Wohnanlage. Man müsse Örtlichkeiten finden, um Flüchtlinge und Kremmener zusammenzuführen, sagte Sebastian Busse. Wichtig sei die Förderung und Integration durch die Vereine. Arthur Förster sagte: „Wir haben nun mal die Aufgabe, zu integrieren.“ Aber er würde es gern sehen, wenn sie in die Heimat zurückkehren könnten, ergänzte er.

„Warum wollen wir Sie wählen?“ Das war die Frage, die einer der Zuhörer am Ende noch von den Kandidaten beantwortet haben wollte. Es werde Zeit für einen Neuen im Rathaus, sagte Arthur Förster. Sebastian Busse brachte da noch mal die Bürgernähe ins Spiel und den Slogan „Mein Zuhause, unser Kremmen.“ Klaus-Jürgen Sasse dazu: „Wenn ich in den letzten 24 Jahren nicht geschafft habe, Sie zu überzeugen, dann habe ich was falsch gemacht.“

Von Robert Tiesler

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