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Erste Sammlung bei Takeda

Oranienburg Erste Sammlung bei Takeda

Per Rundmail und Aushang hatten die Takeda-Mitarbeiter davon erfahren: Jeder, der etwas abzugeben hatten, konnte es am Montag im Foyer des Pharmasaales für die Oranienburger Kleiderkammer abgeben. Es war die Premiere einer Sammelaktion, die sich etablieren soll.

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Ilka Rössing, Vereinschefin Angelika Voigt und Manuela Dahms (v. l.) gehören zu den Ehrenamtlichen, die in der Kleiderkammer helfen.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Carsten Summa bugsierte einen großen Karton mit Bekleidungsstücken aus dem Kofferraum und übergab ihn an die Frauen der Oranienburger Kleiderkammer. Die hatten sich am Montag im Eingangsbereich des Takeda-Saales in der Dr.-Heinrich-Byk-Straße postiert. Und jeder Mitarbeiter des Pharmaunternehmens der wollte, konnte zwischen 8 und 17 Uhr etwas für Bedürftige abgeben. Zu ihnen gehörte Carsten Summa, der in der Vorbereitung der Granulierung der Tablettenproduktion arbeitet. Er hatte per Rundmail von der Sammelaktion erfahren. Beim Umzug habe er eh Platz gemacht in den Schränken und den Kofferraum vollgepackt, „da habe ich die Sachen lieber hier abgegeben.“ Von den Sammelcontainern halte er nicht viel, da werde nur Geld mit den Spenden gemacht.

In der Oranienburger Kleiderkammer kommen die Dinge auf jeden Fall an die richtige Stelle. „2016 haben wir rund 100 000 Bekleidungsstücke bekommen, sortiert, aufgearbeitet und wieder ausgegeben“, so Vereinschefin Angelika Voigt. Noch mal so viele gingen noch in die Ukraine-Hilfe. Die Kleiderkammer befindet sich in der Albert-Buchmann-Straße 15. Geöffnet ist donnerstags von 10 bis 16 Uhr. Für Spender ab 8 Uhr. Pro Ausgabetag kommen rund 120 Hilfsbedürftige. Jeder kann zweimal im Monat Bekleidung oder Haushaltsdinge abholen: pro Kind sechs Teile, pro Erwachsenen neun – dafür sind fünf Euro zu zahlen. Am Gründonnerstag ist kein Ausgabetag. Aber geöffnet für Spender. „Wir denken gerade darüber nach, wie wir es stemmen, dass wir abends für die länger öffnen, die berufstätig sind und etwas abgegeben wollen“, so Angelika Voigt.

Jeden Donnerstagmorgen werden jeweils farbige Karten an die Wartenden verteilt. Alle 30 Minuten ist neu Einlass. So werden Unmut über langes Anstehen und Überfüllung in den Räumen vermieden. 25 Ehrenamtler helfen derzeit in der Kleiderkammer, Verstärkung ist jederzeit willkommen.

Mangel herrscht derzeit an Männerschuhen, auch an Babysachen und an allem rund ums Baby. Ebenso werden Haushaltsartikel gebraucht, sagt Vereinschefin Voigt.

Auch wenn die Aktion am Montag, zumindest am Vormittag, nicht ganz so viel erbracht hat wie erwartet, „wir wollen ab sofort zweimal im Jahr zu Takeda kommen, dann etabliert sich die Aktion“, ist Ilka Rössing zufrieden. Abends wurden alle Kartons und Kisten mit Bekleidungsspenden in die Buchmannstraße gebracht. Auch Schuhe waren dabei, frisch gereinigte Anzüge und Spielsachen.

Von Heike Bergt

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