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Oberhavel Erster Afro-Shop Oberhavels eröffnet
Lokales Oberhavel Erster Afro-Shop Oberhavels eröffnet
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19:27 08.03.2017
Christine Chukwu bietet afrikanisches Essen und Pflegeprodukte sowie italienische Textilien an. Quelle: Foto: Paetzel
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Hennigsdorf

Die Eröffnung am Sonnabend war ein Erfolg, die kleine Ladenfläche in der Neuendorfstraße 5 gut gefüllt. Inhaberin Christine Chukwu schloss am Ende des Tages zufrieden die Ladentür zu. „Na klar gehe ich ein Risiko ein, aber es wird funktionieren“, sagt die 41-Jährige über ihr Projekt. Sie betreibt nun Oberhavels ersten Afro-Shop mit Spezialitäten vom afrikanischen Kontinent. Ihre Kunden bekommen hier Dinge, für die sie sonst in Shops nach Berlin fahren müssten.

Christine Chukwu selbst musste immer den weiten Weg nach Berlin-Mitte machen, um Spezialitäten zu kaufen, die es nicht in Hennigsdorfer Supermärkten gibt. Kochbananen, Erdnüsse mit Schale, getrockneten Fisch oder Bananenchips zum Beispiel. Auch Gari liegt säckeweise im hinteren Raum des Ladens. Das Pulver aus der Maniokpflanze wird mit heißem Wasser zu Brei verrührt. „Das lieben wir total“, sagt Christine Chukwu. Auch Imbisse bietet die Wahl-Hennigsdorferin an.

Im Angebot hat sie auch afrikanische Pflegeprodukte, unter anderem Cremes für den Körper oder die Haare. Die Schuhe, Taschen und Kleidung kommen dagegen aus Italien. „Aus diesem Land kommt gute Qualität, vor allem das Leder.“

Die vierfache Mutter kam 2004 aus der nigerianischen Hauptstadt Lagos nach Bernau, um dort einen Freund zu besuchen. In einer Kirche lernte sie dort ihren Ex-Mann, ebenfalls Nigerianer, kennen. Die folgenden Jahre waren sehr schwer, Chuwku will über diese Zeit nichts in der Zeitung lesen. Seit 2015 ist die vierfache Mutter aber geschieden und auf der Suche nach einer neuen Chance. Sie machte ihren Führerschein, jobbte im Hennigsdorfer Krankenhaus und absolvierte ein Praktikum in der Kita „Zu den Heiligen Schutzengeln“. Doch Chukwu wollte sich eine eigene Existenz aufbauen. „Ich will für mich und meine Kinder sorgen können und noch Zeit für sie haben“, so die 41-Jährige, die mit ihren Kindern im Schweitzer-Viertel lebt.

Unternehmensberaterin Elke Brämer, die beim Lotsendienstes Oberhavel Existenzgründer betreut, half ihr, Businessplan und Strategie zu entwickeln. Mit zwei Freunden brachte sie die leerstehende Ladenfläche gegenüber der alten AEG-Feuerwache auf Vordermann. Christine Chukwu freut sich auf ihre Zukunft. Mindestens 500 Afrikaner aus Hennigsdorf, Velten oder Oranienburg seien potenzielle Kunden. Damit es auch für andere interessant wird, will Chukwu nun endlich Deutsch pauken. Nur Englisch sei nicht genug. „Mein Laden soll für jeden da sein.“

Von Marco Paetzel

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