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Oberhavel Erster Ansturm am Wochenende
Lokales Oberhavel Erster Ansturm am Wochenende
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23:00 12.03.2017
Gute Laune bei der Arbeit: Sohn Ben und Papa Robert Schulz aus Hammer beim Entladen ihres Transporters. Quelle: Bert Wittke
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Liebenwalde

Die Uhr hat noch nicht 10 Uhr geschlagen, da herrscht am Sonnabend auf dem Gelände der Laubdeponie in den Liebenwalder Sandbergen bereits emsiges Treiben. „Ich kenne das schon und komme deshalb immer etwas früher, damit sich die Autos vor dem Eingangstor nicht stauen“, sagt Wilfried Feld. Der Zühlsdorfer arbeitet bei der Firma Klemz in Liebenwalde, die von der Stadt mit der Betreuung der Deponie während der Öffnungszeiten beauftragt wurde.

Ernst Schultze kippte vor allem Tannen- und Kiefernäste auf der Deponie ab. Quelle: Bert Wittke

Als einer der Ersten ist der Liebenwalder Ernst Schultze vorgefahren. Auf dem Anhänger seines Autos türmen sich vor allem Tannen- und Kiefernäste. „Ich habe fünf Nadelbäume auf meinem Grundstück gekürzt und einen ganz runtergenommen“, erzählt er. Und dann fügt der 68-Jährige hinzu: „Bald kann ich das sicher nicht mehr machen.“ Gern hätte er die Fuhre auch zum Platz des traditionellen Osterfeuers unweit der Zehdenicker Chaussee gebracht. Aber der Sammelort dort ist noch nicht freigegeben. „Schade“, meint Ernst Schultze, hat aber auch Verständnis dafür. „Einige Leute sind immer wieder unvernünftig und werfen dort allen möglichen Dreck wie etwa Autoreifen hin.“

Packt auch mit seinen 74 Jahren noch kräftig bei der Gartenarbeit an: Dieter Wendt. Quelle: Bert Wittke

Birkenverschnitt und etliche Tannezapfen aus seinem Garten hat Dieter Wendt auf dem Anhänger seines Pkw. „Das Zeug eignet sich nicht für den Komposthaufen“, sagte er und fügt lachend hinzu: „Und im Garten einbuddeln, kann ich es ja auch nicht.“ Der Schwung, mit dem er die Ladung vom Hänger befördert, lässt nicht im geringsten erahnen, dass der Mann schon 74 Jahre alt ist. „Ein bisschen was, muss man immer noch machen, sonst rostet man ein“, sagt er und fährt wieder los.

Ein Transporter mit Hänger ist vor einer, mit Betonelementen eingefassten Kammer vorgefahren – eine Männerfuhre aus Hammer. Dem Fahrzeug entsteigen der achtjährige Ben Schulz, Papa Robert und Opa Werner. Tanne aus dem Garten wollen sie entsorgen. „Das würde sonst Jahre dauern, bis das Zeug im eigenen Garten verrottet“, ist sich Robert Schulz sicher. Er macht einen gut gelaunten Eindruck. Seine Mütze verrät den Grund. Die zeigt nämlich das Logo der Eisbären und die haben am Vorabend beim Eishockey gegen Mannheim gewonnen. Aber auch Sohn Ben packt beim Abladen kräftig mit an. Auf seiner Mütze ist das Logo von Hansa Rostock zu sehen, die in dieser Saison noch nicht ganz so überzeugt haben. Aber Ben jagt auch selbst dem runden Leder nach – bei den F-Junioren in Liebenwalde. Leider hat sein Team am Freitag in Leegebruch verloren. Trotzdem ist Ben alles andere als schlecht gelaunt. Es mache ihm Spaß, Papa und Opa bei der Arbeit zu helfen, verrät er.

Wilfried Feld (M.) hatte am Sonnabend Dienst auf der Deponie und half, wo er nur konnte. Quelle: Bert Wittke

„Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst ist die Deponie an je vier Sonnabenden geöffnet“, sagt Wilfried Feld, der fleißig beim Abladen hilft. Das ganze Zeug werde später in Container geladen und zur Umwelt u. Recycling Dienstleistungs GmbH nach Grüneberg gebracht. „Ich bin froh, dass es nicht regnet“, atmet Wilfried Feld einmal kräftig durch. Sonst fährt sich ein Pkw auch schnell mal fest. Ansonsten ist der an diesem Sonnabend Diensthabende zufrieden: „Die Leute sind hier sehr diszipliniert und laden wirklich nur ab, was erlaubt ist.“

Der erste Ansturm auf die Deponie ebbt ab. Es ist 10.30 Uhr. Zweieinhalb Stunden ist Wilfried Feld noch vor Ort. Dann müssen die Leute bis zum 25. März warten. Dann kann der Ansturm auf die Laubdeponie von neuem beginnen. Weitere Öffnungstage der Laubdeponie sind der 8. und 22. April.

Von Bert Wittke

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