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Oberhavel Erster Elektro-Lkw im Test
Lokales Oberhavel Erster Elektro-Lkw im Test
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07:46 16.09.2014
Fährt für Rewe: Sascha Trebstein. Sechs Stunden Starkstrom – dann ist der Akku wieder aufgeladen. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Im September 2013 kam die Anfrage des Familienunternehmens Meyer Logistik in Friedrichsdorf, ob das Rewe-Logistikzentrum in Oranienburg einen Elektro-Lkw testen würde, erinnerte Meyer-Geschäftsführer Markus Bappert. Die Antwort von Rewe-Logistik-Geschäftsleiter, Matthias Bähr, fiel knapp und positiv aus: Ja. Seitdem wurde „gebastelt“, um den ersten E-Lkw für den Rewe-Fuhrpark auf den Asphalt zu bekommen. Während die Technik das Schweizer Unternehmen E-Force One AG entwickelte, lieferte Meyer die Aufbauten, die Kältetechnik, das Fahrgestell, die Ladeklappe.

Ab Dienstag nun reiht sich der Elektro-Lkw in die Fuhrparkflotte von Rewe ein: Und bekommt Dauerstress. Er soll im Großraum Berlin getestet werden, auf welchen Strecken er am besten zum Einsatz kommt, für welche Tourenstruktur er sich eignet, welche Reichweite er schafft, wie laut oder leise die E-Force ist, wie er sich im „Winterdienst“ verhält. 350 Kilometer soll er mit einer Batterieladung schaffen. Dann muss er wieder für runde sechs Stunden ans Starkstromnetz.

Die „Väter“ waren am Montag sehr stolz darauf, das Pilotprojekt auf den Weg gebracht zu haben. „Unser Fuhrpark ist extrem wichtig. 33 Millionen Rollcontainer fahren wir im Jahr aus. Im Durchschnitt werden für jeden Bundesbürger 15 Kollis (Großabpackungen wie ein Karton mit zehn Paketen Kaffee) im Jahr geliefert. Und 50 Prozent unserer Logistikkosten sind die Fuhrparkkosten“, so Geschäftsführer Matthias Bähr. Die 420 Lkw des unternehmenseigenen Fuhrparks sind im Jahr 28 Millionen Kilometer auf Achse und verbrauchen dabei 8,5 Millionen Liter Diesel. Sparen bringt da Bares. „Wir tun das aus Kostengründen, aber auch, weil wir an die Zukunft der Elektromobile glauben.“ Natürlich könne Rewe nicht insgesamt auf E-Mobile umsteigen. Aber das Signal sei wichtig, so Bähr. Für Rewe sei seit zwei Jahren auch ein gasbetriebenes Gefährt in Berlin unterwegs.

Mit Schweizer Know how

Rewe hat 16 Standorte bundesweit, 6500 Mitarbeiter und einen eigenen Fuhrpark mit 420 Fahrzeugen. Hinzu kommen 1150 Fahrzeuge von Speditionen, die für Rewe fahren.
Die 420 Fahrzeuge sind im Jahr zu 173.000 Touren im Einsatz, kommen dabei auf 28 Millionen Kilometer und verbrauchen 8,5 Millionen Liter Diesel.
Der Prototyp des Elektro-Lkw hatte ein Jahr Bauzeit. Er kostet zwischen 250.000 und 300.000 Euro und damit dreimal so viel wie ein Diesel-Lkw.
Er ist ein Gemeinschaftsprojekt von Meyer Logistik, Rewe und der Schweizer E-Force One AG.
Der Lkw wird einer Testphase bei Rewe unterzogen. Das Oranienburger Auslieferungslager versorgt 339 Märkte im Bundesgebiet.
Der E-Lkw verbraucht etwa ein Drittel weniger Energie als ein vergleichbarer Diesel. Er soll vor allem in der City-Logistik zum Einsatz kommen.
Die Batterie versorgt den Motor und die Kältemaschine. Eine Batterieladung reicht bis zu 350 Kilometer.
Der Batterietausch dauert fünf Minuten. Ladezeit: sechs bis zwölf Stunden.

Auch Markus Bappert, Geschäftsführer des 1949 gegründeten Familienbetriebes Meyer, ist felsenfest überzeugt: „Die Zukunft liegt bei der Elektrifizierung.“ Auch wenn sich so ein Prototyp für rund 250.000 Euro nicht amortisieren könne, „Rewe hat die Kraft, solch ein Projekt umzusetzen. Wir leben beide die Philosophie der Nachhaltigkeit. Die neue Technik sei ein Quantensprung.“ Er hoffe, in den nächsten Jahren zehn solcher Lkw gemeinsam auf die Straße zu bringen.

Von Heike Bergt

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