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Erster S-Bahn-Halt erst 2037?

Velten Erster S-Bahn-Halt erst 2037?

VBB-Chefin Susanne Henckel macht Velten Hoffnung bezüglich des gewünschten S-Bahn-Halts – allerdings keine besonders große. Noch laufen lediglich Voruntersuchungen. Erschreckende Zahlenspiele: Selbst wenn die Planungen dieses Jahr konkret werden, könnte die erste S-Bahn schlimmstenfalls erst 2037 in der Stadt halten.

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Hält am Veltener Bahnhof bald auch wieder eine S-Bahn?

Quelle: Marco Paetzel

Velten. Es gibt Kampagnen, prominente Unterstützer. Kürzlich wurde eine Bahn auf den Namen „Velten“ getauft. Eine, die entsprechende Planungen für die Wiederherstellung des S-Bahn-Anschlusses nach Velten forcieren könnte, ist Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Sie äußert sich dazu so: „Es sind Untersuchungen angestellt worden, wir sind derzeit in der Betrachtung, die wir in den nächsten Monaten vertiefen werden.“

Auf Einladung der Bezirksgruppe Oberhavel des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) berichtete die VBB-Chefin über das ÖPNV-Konzept 2030 des Verbundes. Dieses ist Grundlage des Landesnahverkehrsplans, der Ende 2017 verabschiedet wird. Erstes, nicht überraschendes Resultat: Die Mobilitätsnachfrage steigt. 200.000 Menschen pendeln täglich nach Berlin, mehr als 81.000 kommen aus der Hauptstadt hier her. „Busse und Schienenfahrzeuge werden immer voller“, so Henckel. Für Pendler und Bahnfahrer ärgerlich, für den VBB ein positives Zeichen: „Die Menschen nutzen das System.“

Noch keine konkreten Planungen in Sicht

Prognostiziert werden steigende Fahrgastzahlen, vor allem von Oranienburg nach Berlin. Die Zahlen des VBB sind jedoch überholt. Das Konzept geht von 43.300 Oranienburgern im Jahr 2030 aus; schon heute sind es mehr. Zu untersuchende „Handlungsfelder“ des Konzeptes: Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekraubahn, Durchbindung des Prignitz-Express’ (RE 6) nach Gesundbrunnen, S-Bahn-Verlängerung nach Velten.

VBB-Chefin Susanne Henckel

VBB-Chefin Susanne Henckel

Quelle: Marco Winkler

„Der RE 6 sowie die S-Bahn-Velten stehen beide auf unserer Agenda“, so Susanne Henckel. „Sie sind auf dem Weg.“ Zumindest entsprechende Untersuchungen. Von anvisierten Planungen ist noch nicht die Rede. Sollte ein S-Bahnanschluss nach Velten aber geplant werden, könne ein Verfahren zwischen drei und 15 Jahren dauern.

Erste S-Bahn in Velten erst 2037?

Danach muss das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), zuständig für die Abnahme und Inbetriebnahmegenehmigung für Neu- und Umbaufahrzeuge, ein bestelltes Fahrzeug noch zulassen. „Das dauert weitere 60 Monate“, so die VBB-Chefin. Im schlimmsten Fall heißt das: Wird dieses Jahr ein Veltener S-Bahnhalt beschlossen, könnte, wenn die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, die erste S-Bahn erst 2037 in der Ofenstadt halten.

Auch machte die VBB-Chefin einer Ausdehnung der ABC-Tarifgrenzen einen Strich durch die Rechnung. Das sei vor drei Jahren durchgerechnet worden und würde 8 bis zwölf Millionen Euro kosten, allein wenn der Bereich B vergrößert werde.

Gute Nachricht am Ende: Es gibt laut Susanne Henckel keine Planungen, Bahnhalte in Oberhavel stillzulegen.

Von Marco Winkler

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