Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Erzieher streiken für mehr Geld
Lokales Oberhavel Erzieher streiken für mehr Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 22.03.2018
Auch die Veltener Kita Kinderland blieb am Montag geschlossen. Die Mitarbeiter demonstrierten für mehr Geld. Quelle: Foto: Enrico Kugler
Anzeige
Oberhavel

Einige Kitas und Horte in Oberhavel blieben am Montag geschlossen. Das Personal war in den Nachbarkreis Havelland gefahren: Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes am Montag zum Warnstreik aufgerufen. Zur zentralen Kundgebung vor dem Falkenseer Rathaus kamen etwa 200 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert eine Entgelterhöhung um sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro monatlich. Für die Auszubildenden und Praktikanten wird eine Erhöhung um 100 Euro monatlich gefordert.

Auch aus der Oranienburger Kita „Friedrich Fröbel“, der größten städtischen Einrichtung, haben Erzieherinnen an der Demo teilgenommen. In der Einrichtung lief alles ruhig ab, keiner stand vor verschlossenen Türen. „Wir hatten alles gut vorbereitet“, so Leiterin Gerty Nast. Die Eltern waren am Donnerstag informiert worden.

Die Stadt Hennigsdorf hatte sich entschlossen, den Betrieb in allen städtischen Einrichtungen aufrecht zu erhalten – weil aber weniger Personal zur Verfügung stand, wurden zunächst nur die Kinder berufstätiger Eltern aufgenommen. „Es gab eine Menge Eltern, die verständnisvoll waren und ihre Kinder anderweitig betreut haben“, so Verwaltungssprecherin Ilona Möser. So wie Jasmin Pillgrimm, die ihre Tochter nicht in die Kita „Traumland“ brachte. „Wir bleiben heute einfach zu Hause.“ Sie unterstütze den Streik, weil soziale Berufe immer noch zu wenig Achtung und Anerkennung fänden.

In Velten boten die Kita „Villa Regenbogen“ und „Kunterbunt“ am Montag eine Not-Betreuung. Viele Eltern reagierten verständnisvoll auf die Situation, so Sprecherin Ivonne Pelz. „Viele hatten auf die Bitte der Kitas im Vorfeld reagiert und ihre Kinder für heute zu Hause gelassen oder eine individuelle Betreuung organisiert.“ Die Veltenerin Andrea Meier indes holte ihren Sohn Tyler-Marcel (4) schon mittags aus der Kita „Villa Regenbogen ab. „Die Erzieher haben gefragt, ob ich ihn hole, weil es sehr voll in der Kita ist“, so die junge Frau. Verständnis für den Streik hat sie wenig. Es gebe Berufe, in denen noch viel schlechter bezahlt werde.

Von Marco Paetzel

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Velten werden künftig besser für ihr Ehrenamt entschädigt. Das entschieden die Stadtverordneten nun einstimmig. Unter anderem gibt es mehr Geld für Jugendbetreuer und Brunnenwarte. Auch, wenn die Feuerwehrleute nach dem Alarm auf der Wache erscheinen, gibt es mehr Geld.

22.03.2018

Die Hennigsdorfer Stadtverordneten haben auf ihrer vergangenen Sitzung im nichtöffentlichen Teil dem Verkauf von rund 65 000 Quadratmetern Gewerbeflächen zugestimmt. Hier wollen Firmen nun mehr als 30 Millionen Euro investieren. Es könnten dabei auch mehr als 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

22.03.2018

Der Zehdenicker Gerhard Jährig ärgert sich über schlecht isolierte Hauseingänge aus Glas. Die Folge sind seiner Meinung nach eisige Temperaturen. Und nicht nur das.

22.03.2018
Anzeige