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Oberhavel Es hat sich nichts verändert
Lokales Oberhavel Es hat sich nichts verändert
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00:40 19.05.2018
Waltraut Krienke und Christian Wollank sind Betroffene uns Sprecher der AWI. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Papierkörbe gibt es inzwischen. „Die sind im Dezember aufgestellt worden und wir hatten Mitspracherecht, wo sie hinkommen“, so Christian Wollank. Gerade in der Hans-von-Dohnanyi-Straße hatten Anwohner den Mangel und herumliegenden Müll beklagt. Das ist jetzt besser. Ansonsten habe sich in dem knappen Jahr seit Gründung der Anwohnerinitiative Gedenkstätte Sachsenhausen (AWI) nichts zum Besseren gewendet. Gerade jetzt, seitdem sommerliche Temperaturen die Menschen wieder in ihre Gärten zieht, brechen die alten Probleme auf: „Auch ich gehe täglich raus auf den Parkplatz und spreche die Fahrer an, den Motor abzustellen“, so Waltraut Krienke. Im Winter sollen die Besucher nach ihrem Gedenken in einen warmen Bus einsteigen, jetzt in einen kühlen. „Aber Lärm und Abgase sind eine echte Belastung“, sagt die Anwohnerin im Sandhausener Weg.

Andere beklagen die Erschütterungen durch die großen Busse. „Und der Schäferweg ist einfach zu schmal für Autos und Busse.“ Fußgänger und vor allem Kitakinder bringe das in Gefahr, so Wollank. Die AWI zählt inzwischen 90 Mitglieder, anfangs waren es 56. „Wir möchten betonen, dass es uns freut, dass so viele Menschen die Gedenkstätte besuchen. Aber wir möchten auch eine Lösung unseres Problems, suchen dabei einen Kompromiss.“

Der sollte eigentlich mit Stadt, Kreis und Gedenkstätte an einem Tisch gefunden werden. „Doch so ein Gespräch gab es bisher nicht.“ Die AWI begrüßt, dass die Stadt zu einer Machbarkeitsstudie vom Land aufgefordert ist, 40 000 Euro dafür in den Etat 2018 eingestellt sind, „aber bisher ist nichts passiert“, so Krienke. Auch auf die zu Jahresbeginn zugesagten LED-Smiley-Kontrolltafeln zur Einhaltung von Tempo 30 in der Straße der Nationen und im Schäferweg wartet man bisher vergeblich. Die AWI hat jetzt Baudezernten Frank Oltersdorf angeschrieben. Sie hätten Verständnis, dass sich die neue Verwaltungsspitze nach der Wahl erst formieren müsse und setzen auch auf Verständnis des neuen Gedenkstättendirektors, „aber wir wollen wissen, wie es weitergeht. Bleiben dabei kompromissbereit und bei unseren Lösungsansätzen“, so die Sprecher.

Was die Tempo-30-Kontrollgeräte betrifft, räumte Oltersdorf Versäumnisse in seinem Haus ein. „Ich hoffe, sie werden demnächst angebracht.“ Für die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie bedürfe es noch eines Stadtverordnetenbeschlusses. Der stehe Anfang Juli auf der Tagesordnung. Dann werde ein Büro beauftragt, und „dann müssen und sollen alle an einen Tisch“.

„Viele befürchten, dass alles im Sande verlaufen soll“ – deshalb will die AWI jetzt Druck machen.

Die Lösungsvorschläge der AWI

Reisebusse könnten die Besucher am Heinrich-Grüber-Platz aussteigen lassen. Von dort gehen sie einen vorhandenen Fußweg bis Besucherzentrum (450 Meter). Die Busse fahren bis zum zentralen Parkplatz, der sich auf der Brache hinterm Sportplatz der Polizeischule befindet. Es sind mehrere Zufahrten möglich. Dort steigen Gäste wieder zu.

Besucher, die vom Bahnhof kommen, können die Linie 805 nutzen, die ohnehin einen Halt am Finanzamt hat.

Wer die Busse der Linie 804 und 821 nutzt, sollte an der Straße der Einheit aussteigen und die Straße der Nationen bis zum Besucherzentrum laufen. Dann rollen die Linienbusse nicht mehr durch die Straße der Nationen und den Schäferweg. So wären Taktverdichtung oder Shuttlebusse sinnvoll.

Von Heike Bergt

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