Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Expansion in Planung
Lokales Oberhavel Expansion in Planung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 07.11.2017
Auch Einsatzleiter Andy Metka (l.) aus Leegebruch, hier mit Marek Adamski (r.) hat vor 4 Jahren als Mitarbeiter im Frischdienst begonnen. Quelle: Ulrike Gawande
Velten

Seit 1993 befindet sich in Velten eine Vertriebsstelle der am 9. Mai 1688 in Hamburg-Altona von Johan Hinrichs Harry gegründeten Bäckerei, die heute als Harry-Brot GmbH in zehnter Generation noch immer familiengeführt ist, und Waren nach Dänemark, Frankreich, Österreich und die Schweiz exportiert. Die Ofenstadt ist dabei eine von bundesweit 43 Vertriebsstellen, die einen Bereich von Fahrland bis Neuruppin und den Nordwesten Berlins mit Brotwaren beliefert.

Erst war man in der Ofenstadt in der Berliner Straße ansässig, zog dann für fünf Jahre in der Kanalstraße und seit 1999 befindet sich das Firmengelände mit derzeit 1800 Quadratmetern Hallenfläche in der Industriestraße. Im kommenden Jahr ist eine Erweiterung um 1 000 Quadratmeter geplant. Man sei stolz auf die Firmengeschichte, erklärt Vertriebsstellenleiter Marek Adamski, der seit Beginn an am Veltener Standort tätig ist. Viele Mitarbeiter seien lange im Unternehmen beschäftigt. Und bleiben gern.

„Wir fühlen uns wohl in Velten“, betonte Adamski beim gestrigen Firmenbesuch von Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD). Besonders wichtig sei die Anbindung an die Autobahn, denn täglich rollen in den frühen Morgenstunden zehn bis 15 Lastwagen mit Backwaren aus der Großbäckerei in Berlin-Marzahn, eine von bundesweit neun, auf den Hof. Die Waren werden dann von den 50 Mitarbeitern der Veltener Vertriebsstelle kommissioniert, in LKWs geladen und zu den Kunden ausgefahren. 25 Fahrzeuge stehen dazu bereit, um ein Angebot von 300 verschiedenen Backartikeln auszuliefern. Die Fahrzeuge fassen dabei zwischen 20 und 36 Paletten. Mit gerade einmal 60 Backprodukten habe man vor fast 25 Jahren in Velten begonnen, erinnert sich Adamski.

Besonders beliebt sei bei den Kunden das Mehrkornbrot „Fit & Vital“, das es auch als Brötchen und mit den derzeit begehrten Chia-Samen gibt. Ansonsten umfasst das Sortiment, was zentral gesteuert wird, verschiedenste Brotsorten, Brötchen, Toasts und auch einige Kuchenprodukte, die jedoch nicht selbst hergestellt werden. 12 000 der bekannten roten Harry-Brotkisten werden täglich im Veltener Werk umgeschlagen. Morgens kommt die frische Ware, nachmittags die leeren Kisten, die ein spezielles Reinigungsverfahren durchlaufen müssen. Pro Kiste finden zwischen drei Ein-Kilogramm-Broten oder 24 kleinen 250-Gramm-Brotpäckchen in den Kisten Platz. Für die Zusammenstellung der Kisten sind die Mitarbeiter selber verantwortlich. So dauert die Einarbeitungszeit bei Harry auch rund vier Monate, erklärt Sabrina Schmiedel, Personalreferentin in Berlin: „Es ist ein abwechslungsreiche Tätigkeit.“

Händeringend suche man aber Personal. Alleine in Velten sind derzeit fünf Stellen unbesetzt. Doch sei man nicht auf der Suche nach Fernfahrern, die die Ware nur ausliefern. „Sondern wir suchen Verkäufer im Frischedienst, quasi einen Einzelhandelskaufmann, der auch einen großen LKW fahren darf“, beschreibt die junge Frau die Stellenbeschreibung. Denn die Mitarbeiter seien auch für die Disposition der Waren in den Läden zuständig. Das heißt sie bestücken die Regale in den Märkten selbstständig, kommunizieren mit Marktleitern oder werben für Harry-Produkte. „Das erfordert Geschick“, so Schmiedel. Sei aber auch Service, der gerne von den Märkten in Anspruch genommen werde. Daher überlege man, Mitarbeiter selbst auszubilden, um dem Aufgabenprofil und der Nachfrage an Arbeitskräften entgegensteuern zu können, so Adamski.

Von Ulrike Gawande

Kannen, Tonscherben und Figurinen in den Dekors der Keramikerin Hedwig Bollhagen, die am Freitag ihren 110. Geburtstag gefeiert hätte, weisen seit Dienstag vom Veltener Gymnasium, vom Marktplatz, Rathaus und Bahnhof sowie durch die Museumsgasse den Weg zum Bollhagen-Museum.

07.11.2017

Wegen Bauarbeiten ist momentan auf dem nördlichen Berliner Ring die Anschlussstelle Oberkrämer (Richtung Dreieck Barnim) gesperrt – und nächste Woche die andere Seite. Zur Vorbereitung auf den Ausbau der A10 werden in diesem Bereich Bäume und Büsche entfernt.

07.11.2017

Wegen einer Bombenentschärfung unweit des S-Bahnhofes Berlin-Hermsdorf wird am Mittwoch der S-Bahn-Verkehr der Linie S 1 voraussichtlich ab 10.30 Uhr unterbrochen. Schon vorher fahren einige Bahnen in Hermsdorf ohne Halt durch. Nach erfolgreicher Entschärfung der Weltkriegsbombe werden alle Sperrungen aufgehoben.

07.11.2017