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Oberhavel Experten beraten nach Elsgraben-Hochwasser
Lokales Oberhavel Experten beraten nach Elsgraben-Hochwasser
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05:57 08.08.2017
Am Graben trafen sich Anwohner unter anderen mit Bürgermeister Leys (M.) und Bernhard Meinke (l.) vom Wasser- und Bodenverband. Quelle: Robert Tiesler
Bärenklau

Treffpunkt Elsgraben. Am Montag machte er wieder einen normalen Eindruck, das Wasser plätscherte durch. Aber noch vor zwei Wochen, da war er in Höhe Bärenklau randvoll, sogar leicht über dem Ufer. Vertreter der Verwaltung von Oberkrämer, des Wasser- und Bodenverbandes sowie Anwohner trafen sich am Montagvormittag in der Kurzen Straße in Bärenklau.

Nach den schweren Regenfällen in den vergangenen Wochen standen, wie berichtet, die Gärten abseits des Grabens unter Wasser. So waren beispielsweise etwa 80 Prozent des Gartens von Angela Richter überflutet, teilweise knietief und höher. In der vergangenen Woche hatte sie sich an Bürgermeister Peter Leys gewandt. Auch er war am Montag vor Ort, um sich die Lage schildern zu lassen.

Am Montag sah der Elsgraben schon wieder recht idyllisch aus. Quelle: Robert Tiesler

Die Anwohner forderten in dem Gespräch, dass das Grabensystem insbesondere in den Durchlass-Bereichen kontrolliert werden müsse. es sei Aufgabe des Wasser- und Bodenverbandes, zu prüfen, woran es liege, dass das Wasser so heftig ansteigen konnte.

„Wir können den Elsgraben nicht in den nächsten 14 Tagen entkrauten“, sagte Bernhard Meinke vom Wasser- und Bodenverband „Schnelle Havel“. Zudem sei der Graben auf dem freien Feld besser zu unterhalten als an dieser Stelle. Damit meinte er die Zone rund um den Kurzen Weg, dort befinden sich die Grundstücke direkt rechts und links vom Elsgraben.

Überfluteter Garten nach dem Dauerregen. Quelle: privat

Bürgermeister Peter Leys (BfO) wies nochmals darauf hin, „dass wir solche Sachen aber bei so extremen Wetterlagen nicht verhindern können.“ Dennoch sagte er zu, dass sich auch die Verwaltung das Problem näher ansehen werde. Wenn das Wasser an einigen Stellen durch 60er-Durchlässe fließen müsse, „dann kann man das ändern“, sagte er am Montagvormittag. Ein weiteres Problem sei der Biber, der nahe des Durchlasses in Bärenklau immer wieder baut. Laut Bernhard Meinke sei das aber der einzige Ort in Oberhavel, wo diese Bauten offiziell entfernt werden dürften.

Nach dem Treffen war Angela Richter vorsichtig optimistisch: „Die Gemüter haben sich etwas beruhigt“, sagte sie. „Aber hoffentlich müssen wir nicht wieder ein Jahr warten, bis etwas geschieht.“ Sie hofft, dass nun Maßnahmen ergriffen werden, dass eine solche Flut, wie sie die Anwohner in Bärenklau in diesem Sommer zweimal erwischt hat, „nicht mehr so schnell passiert.“ Die Experten müssten sich nun Gedanken machen. „Wir sind erst mal froh, dass jemand gekommen ist.“

Auch Häuser standen unter Wasser. Quelle: privat

Die Situation am Hörstegraben in Schwante entspannt sich unterdessen, wenn auch sehr langsam. Noch immer führt er Hochwasser, das Feld nah der Landesstraße gegenüber dem Bahnübergang an der Lindensiedlung ist immer noch überflutet. „Erst seit Sonnabend senkt sich der Wasserspiegel“, teilte Bürgermeister Leys mit.

Von Robert Tiesler

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