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Oberhavel Fahren ohne Benzin
Lokales Oberhavel Fahren ohne Benzin
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00:18 28.06.2017
Die Wirtschaftsjunioren Philipp Gall (l.) und René Tausch am „Model X“ von Tesla. Das E-Auto ist in 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Quelle: Foto: Paetzel
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Oranienburg

„Model X“ von Tesla war der Star auf dem Schlossplatz. Kinder turnten auf den Ledersitzen herum, Erwachsene bestaunten das dunkle Cockpit mit dem riesigen Display. Der blaue Bolide beschleunigt innerhalb von 3,1 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. „Wenn man da drinsitzt, drückt es einem das Blut hinter die Augen. Ich wäre fast ohnmächtig geworden“, sagt Philipp Gall von den Wirtschaftsjunioren Oberhavel.

Gemeinsam mit der IHK organisierten sie am Sonnabend die Alternative Fahrzeugmesse „E-motion Expo“. Wie „Model X“ von Tesla gab es noch 44 weitere Fahrzeuge zu sehen, sie alle haben alternative Antriebe – von Hybrid über Batterie und Erdgas und zur Brennstoffzelle. Das größte Manko bei Elektroautos, die Batterie, fällt bei den Modellen von Tesla offenbar kaum noch ins Gewicht. Laut Hersteller muss „Model X“ erst nach 565 Kilometern wieder an die Steckdose. Das hat aber auch seinen Preis: Die Variante des Autos auf dem Schlossplatz kostet stolze 99 000 Euro. „Da müsste ich überlegen: Die Kinder oder ein neues Auto. Die Kinder sind aber schon da“, unkte ein Familienvater.

Es gab auch günstigere Modelle auf dem Platz zu sehen, mit dabei waren unter anderem Hersteller wie VW, Audi, Nissan oder Toyota. Die Messe gibt es seit 2011, damals fand sie noch auf dem TÜV-Gelände der Dekra statt. Seitdem sind immer mehr große Hersteller dazugekommen. „Mittlerweile sind wir die zweitgrößte Messe dieser Art in Deutschland“, sagt René Tausch von den Wirtschaftsjunioren. Natürlich wollen die Organisatoren mit der Messe den hiesigen Absatz in den Autohäusern ankurbeln. „Es geht uns aber vor allem darum, den Menschen die Produktvielfalt und die Technologien der Zukunft zu zeigen“, so René Tausch. Die Technik entwickle sich so schnell weiter, dass man immer den aktuellen Stand präsentieren müsse.

Für die DHL sind Elektroautos schon Gegenwart, ein kleines Modell zeigten sie auf dem Schlossplatz. Rund 60 der eckigen gelben Wagen sind in den Straßen der Region unterwegs, im ganzen Bundesgebiet sind es etwa 2800 Autos. Die Fahrzeuge haben eine Reichweite von 80 Kilometern, das reiche den Zustellern für den ganzen Tag, erklärt DHL-Mann Markus Döhn. Zudem müsse so ein Zustellfahrzeug rund 250-Mal am Tag anfahren, das gehe mit der Zeit auf die Kupplung. „Diese Probleme haben wir mit den Elektroautos überhaupt nicht mehr“, so Döhn, der die Wagen auf der Schlossplatz-Bühne anpries. Die Elektroautos seien für die Post eindeutig die Zukunft. „Sie sind für uns am Ende auch günstiger als Dieselfahrzeuge, wir werden nach und nach umrüsten“, so Markus Döhn. Auch größere Modelle seien bei der Post derzeit schon im Einsatz.

Auf dem Schlossplatz gab es nicht nur neue Autos zu sehen, es stellten auch Nutzer ihre Gefährte vor, um den Besuchern ihre Erfahrungen mit den alternativen Antrieben näherzubringen. Auch Heiner Klemp, Bürgermeisterkandidat der Oranienburger Grünen, zeigte sein Auto, einen kleinen grünen Erdgas-Flitzer. Nach 350 bis 400 Kilometern brauche er wieder Erdgas, für den Notfall hat das Auto auch einen Benzintank, mit dem Klemp nochmal rund 200 Meter weit kommt. In Sachen E-Mobilität kritisiert er allerdings, dass es in Oranienburg bislang keine einzige Elektrotankstelle gibt. Ein Expemplar, das gegenüber vom Schlossplatz stand, sei vor Jahren abgebaut worden. Hohen Neuendorf, wo mehrere dieser Tankstellen stehe, sei den Oranienburgern da schon weit voraus.

Von Marco Paetzel

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