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Oberhavel Fahrerlebnis im Führerstand
Lokales Oberhavel Fahrerlebnis im Führerstand
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18:23 25.07.2013
MAZ-Leser Hans-Joachim Schulz (l.) aus Hohen Neuendorf durfte gestern Triebfahrzeugführer Gerold Lanz auf der S1 über die Schulter schauen. Quelle: Robert Roeske
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HOHEN NEUENDORF

"Es war richtig toll, mal etwas ganz anderes", schwärmt Hans-Joachim Schulz. "Eine völlig neue Perspektive!" Der Hohen Neuendorfer, der oft und gern S-Bahn fährt, nahm gestern nicht wie sonst in einem der Wagen der Linie S1 Platz, sondern durfte vorn beim Triebfahrzeugführer einsteigen, ihm über die Schulter und ein bisschen hinter die Kulissen des S-Bahn-Betriebes schauen.

Der 62-jährige Vorruheständler hat selbst dafür gesorgt, dass er sich diesen Wunsch erfüllen konnte. Im Dezember hatte er an der Weihnachtsaktion der MAZ Oranienburg teilgenommen und eine Fahrt im S-Bahn-Führerstand ersteigert, die die Bahn ermöglichte. Der Erlös der Aktion kam dem Hospizverein Oberhavel zugute. "Ich hoffe, dass die Spende helfen und ein bisschen Leid lindern konnte", sagt Hans-Joachim Schulz.

Seine ungewöhnliche S-Bahn-Fahrt begann um 9.18 Uhr in Hohen Neuendorf. Triebfahrzeugführer Gerold Lanz erwartete seinen "Beifahrer" bereits. Kurzes Lächeln für den Fotografen, dann verlässt der Zug den Bahnhof. Triebfahrzeugführer, davon gibt es bei der S-Bahn rund 1000, sind immer "Einzelkämpfer", und es hatte den Anschein, als ob sich Gerold Lanz freut, diesmal auf der Strecke nach Potsdam Gesellschaft zu haben. Natürlich war klar, dass ein Gast keine Knöpfe drücken oder Hebel bedienen darf, aber Fragen, die sind erlaubt. Und davon hatte Hans-Joachim Schulz eine Menge mit "an Bord" gebracht.

Als er noch in der Berufsausbildung der Bundesdruckerei tätig und jeden Tag nach Berlin-Kreuzberg unterwegs war, fiel ihm so manches auf, was er mal genauer wissen wollte. Zum Beispiel, was die Zeichen an der Stecke bedeuten und wie die Signale funktionieren. Aus welchen Gründen hält eine Bahn manchmal mitten auf der Strecke? Und wie ist das mit den Ansagen? Hans-Joachim Schulz hat erfahren, dass sich der Lokführer um die Ansagen nicht mehr kümmern muss, das geht alles computergesteuert. Der Triebwagenführer gibt die Linie ein und alles andere läuft über GPS. Und noch etwas hatte den Hohen Neuendorfer auch schon immer mal interessiert. Kann der S-Bahn-Fahrer eine Verspätung wieder aufholen? Kann er nicht! Die Geschwindigkeiten auf der Strecke sind vorgegeben, er kann also nicht "Gas geben", und eine "Abkürzung" kann ein Schienenfahrzeug ja auch nicht nehmen. Beeindruckt war der Hohen Neuendorfer auch, wie dunkel es für einen Triebfahrzeugführer in einem Tunnel wie in der Friedrichstraße ist. "EinAuto hat viel hellere Scheinwerfer", findet der Vorruheständler.

Die Fahrt nach Potsdam verlief problemlos. Dort angekommen, hatten Lanz und Schulz eine viertel Stunde Pause und Zeit für einen Kaffee. Zur Rückfahrt stiegen sie am anderen Ende der Bahn ein. In Friedrichstraße war der Dienst von Gerold Lanz zu Ende.

Wenn Hans-Joachim Schulz das nächste Mal S-Bahn fährt, wird er das mit einem anderen Gefühl tun und ein wenig bedauern, dass die Sicht hinten bei weitem nicht so schön wie vorn im Fahrerhaus ist. Hier hat man einen Panorama-blick.

Von Helga Gerth

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