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Oberhavel Fahrrad-Demo für Radweg an der L 19
Lokales Oberhavel Fahrrad-Demo für Radweg an der L 19
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02:15 15.06.2017
Kurz vor dem Start: Die Teilnehmer bereiten sich auf die Fahrt nach Herzberg vor. Quelle: Robert Roeske
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Beetz

Markus Cap hat seine beiden Kinder mitgebracht. Um sie geht es hauptsächlich. Jakob (11) und Anna (8) sind gern mit dem Fahrrad unterwegs. Die Familie aus Rüthnick (Ostprignitz-Ruppin) hat sich am Sonntagvormittag in die lange Schlange eingeordnet und bedient kurz nach 10 Uhr kräftig die Fahrradklingel. Ding, Dong, Ding, Dong: 80 Teilnehmer machten sich vom Sportplatz in Beetz auf den Weg nach Herzberg. Dort sollen es dann 130 Radbegeisterte sein. „Wir kämpfen seit 2010 für einen Radweg an der L19 von Beetz über Ludwigsaue nach Herzberg“, erklärt Chef-Initiator Heiko Buch. „Die Strecke durch den Wald ist ohne Radweg sehr gefährlich. Gerade für Kinder. Die Autofahrer halten oft die Abstände nicht ein. Da können schnell Unfälle passieren.“

Die Kinder aus Ludwigsaue gehen in Beetz zur Schule. „Gerade im Sommer sollen sie auch mit dem Fahrrad fahren.“ Eine mögliche Strecke über Charlottenhof sei nicht zumutbar. „Das sind Sandwege. Zumal die Strecke auch länger ist“, findet Heiko Buch. Jetzt sei die Politik gefragt. „Im Bürgermeister-Wahlkampf haben sich fast alle Kandidaten für einen Radweg ausgesprochen. Auch der jetzige Bürgermeister Sebastian Busse, der auch bei der Demo dabei ist. Es muss jetzt schnell was passieren. Wir wollen einen Radweg entlang der L19. Dort, wo jetzt der Feuerbrandstreifen ist.“ Schon zum vierten Mal radeln die Oberhaveler nun schon für den Bau eines Radwegs. Zum ersten Mal aber sind auch Teilnehmer aus Ostprignitz-Ruppin dabei. „Wir haben das Konzept verändert. Ich bin überrascht, wie viele gekommen sind“, so Heiko Buch.

Waren dabei: Leonard Plümke (12), Bennett Gröbe (12), Vanessa (12) und Annabell Leifert (13). Quelle: Robert Roeske

Damit sei ein erster Schritt getan. Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) machte aber auch im zweiten Atemzug den Teilnehmern wenig Hoffnungen auf einen schnellen Radweg-Bau an der Landesstraße entlang. „Das würde wohl erst nach 2030 passieren. Wir werden jetzt über den landwirtschaftlichen Wegebau gehen, der auch gefördert wird.“ Die fehlende Drei-Kilometer-Strecke zwischen Beetz und Ludwigsaue würde dann gebaut werden. „Diese führt aber nicht an der L19 , sondern im Wald entlang. „Diese können dann die Landwirtschaft und die Radfahrer nutzen“, so Sebastian Busse weiter.

Familie Cap drückt trotzdem die Daumen, dass der Radweg irgendwann kommt. „In Richtung Neuruppin geht das alles“, sagt Vater Markus. „Doch wenn man nach Berlin möchte, muss man nach Beetz zum Bahnhof. Ohne Radweg ist das schlecht. Ich erlaube den Kindern nicht, auf der viel befahrenen Straße mit dem Rad zu fahren.“

Von Sebastian Morgner

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