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Falsch-Radfahrer werden zur Kasse gebeten

Oranienburg (Oberhavel) Falsch-Radfahrer werden zur Kasse gebeten

Bereits vier tote Radfahrer musste die Polizei von Januar bis August in Oberhavel registrieren. Darüber hinaus gab es im selben Zeitraum 208 Unfälle mit Radlern, bei denen 159 Personen verletzt wurden. Als Reaktion auf diese Statistik nimmt die Polizei verstärkt das Verhalten von Radfahrern unter die Lupe.

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Zwei Vergehen muss Petra Friedenberger (r.) der jungen Radlerin ankreiden: Sie hat Kopfhörer getragen und ist auf der falschen Seite gefahren.

Quelle: Wittke

Oranienburg. Fahrradfahrern, die es mit der Straßenverkehrsordnung nicht so genau nehmen, ging es am Mittwochvormittag in Oranienburg ans Portemonnaie. Zwei Stunden lang konzentrierten sich acht Augen des Gesetzes voll und ganz auf die Radler. Und das nicht ohne Grund: Von Januar bis August dieses Jahres mussten im Landkreis Oberhavel bereits vier tote Radfahrer beklagt werden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte es keinen Todesfall gegeben. Diese Statistik sowie die Tatsache, dass sich von Januar bis August 2017 insgesamt schon 208 Unfälle mit der Beteiligung von Radfahrern ereignet haben, bei denen in 159 Fällen Personen zu Schaden kamen, hat die Polizei dazu animiert, sich zumindest hin und wieder verstärkt den Radlern zu widmen.

Oberkommissar André Bardusch und Obermeisterin Marina Rauh bei der Kontrolle einer Fahrradfahrerin

Oberkommissar André Bardusch und Obermeisterin Marina Rauh bei der Kontrolle einer Fahrradfahrerin. Die junge Frau war auf der falschen Seite gen Bahnhof Oranienburg gefahren.

Quelle: Bert Wittke

„Innerstädtisch haben wir immer wieder Probleme mit dem nicht verkehrsgerechten Verhalten von Radlern“, sagte am Mittwoch Jeannette Schulze. Die Hauptkommissarin und Leiterin des Polizeireviers in Oranienburg war am Vormittag gemeinsam mit Hauptkommissarin Petra Friedenberger, Obermeisterin Marina Rauch und Oberkommissar André Bardusch vor allem auf der Stralsunder Straße zwischen Bernauer Straße und Bahnhof unterwegs. „Dies ist ein Schwerpunkt, was den Fahrradverkehr in der Stadt betrifft“, sagt André Bardusch. Er muss es wissen. Schließlich gehört dieser Bereich zu seinem Revier. Bahnhof, Gymnasium, Geschäfte – überall stehen massenhaft Fahrräder, sind Radler den ganzen Tag unterwegs. Am Mittwoch mussten etliche von ihnen die Geldbörse zücken, weil sie nicht vorschriftsgemäß unterwegs waren. Die meisten Sünder waren auf der falschen Seite, also entgegengesetzt der Verkehrsrichtung unterwegs. Das ist eine Verkehrsordnungswidrigkeit im Verwarngeldbereich und kostet die Ertappten jeweils 20 Euro.

Geschaut wurde auch nach dem Zustand der Räder, nach eventuellen Alkoholsündern oder nach Fahrrädern, die womöglich gestohlen und zur Fahndung ausgeschrieben wurden. Diesbezüglich wurden die Ordnungshüter allerdings dieses Mal nicht fündig.

Von Bert Wittke

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