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Oberhavel Familienrallye wirbt für Verkehrssicherheit
Lokales Oberhavel Familienrallye wirbt für Verkehrssicherheit
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00:49 02.05.2018
Jede Fahrzeugklasse ist auf der Rallye gern gesehen – auch mit Wohnanhänger, wie bei diesem Trabi aus Oranienburg. Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

Seit 1993 gibt es die Familien- und Jugendrallye, die quer durch Brandenburg führt. In diesem Jahr startet die 25. Auflage am 29. April um 9 Uhr an der Turm Erlebniscity. 84 Teams haben sich angemeldet. „Bei 100 ist Schicht im Schacht“, sagt Klaus-Dieter Berndt, Vorsitzender der Verkehrswacht Oranienburg und Mitglied im zehnköpfigen Organisationsteam. Die Anmeldungen laufen seit Anfang des Jahres.

Wohin die Strecke führt, verrät Klaus-Dieter Brandt auch in diesem Jahr nicht. „Das bleibt bis zum Start ein Geheimnis.“ Sicher ist: Am ersten Tag müssen bis zu 200 Kilometer, am zweiten noch knapp die Hälfte davon zurückgelegt werden. Das machten im letzten Jahr 76 Teams mit 325 Teilnehmern.

Ein Teil des zehnköpfigen Organisationsteams – mit neuem Logo. Quelle: Marco Winkler

Die Idee zur Rallye ist am Biertisch entstanden. Ralf Wedemeyer, Norbert Jänicke und Andreas Krutschek veranstalteten die erste Rallye mit 13 Teams durch Kremmen, Sommerfeld, Beetz. Hintergrund: Verkehrssicherheit. „Die Unfallzahlen stiegen damals um fast 300 Prozent“, so Klaus-Dieter Berndt. Mit der Rallye sollte für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr geworben werden.

Außerdem war die Veranstaltung als Familienausflug gedacht. „Industrien wurden nach der Wende kaputt gemacht, Firmen stillgelegt, die Menschen hatten plötzlich weite Wege zur Arbeit, kamen zu Hause seltener an einen Tisch.“ Bei der zweitägigen Rallye sollten sie ein entspanntes Wochenende zusammen verbringen.

Ein Spaß für die ganze Familie. Den hatte im letzten Jahr auch dieses Team aus Velten. Quelle: Ulrike Gawande

Zudem wollten die Initiatoren den Tourismus in der Region stärken. Denn die Rallye führt meist über Landstraßen, Schleichwege. „Unfälle hatten wir noch nie.“ 1994 übernahm die Verkehrswacht das Zepter. Von Anfang an dabei: Sonderprüfungen. Die müssen die Teilnehmer ablegen. Erste Hilfe, Parcours fahren.

Dazu gibt es spielerische Elemente wie eine Baumscheibe absägen. Zu jedem Ort, der durchfahren wird, muss ferner eine Frage beantwortet werden. Google hilft da oft nicht weiter. „Wir suchen die Fragen so aus, dass man sie nicht googeln kann“, verraten Ines und Uwe Graf. Eine kleine Herausforderung. Seit Anfang an ist das Ehepaar aus Sommerfeld mit dabei und hilft jetzt ehrenamtlich im Organisationsteam.

Raser werden disqualifiziert

Extra für junge Teilnehmer – besonders bei Familien ist die Rundfahrt beliebt – gibt es eine eigene kleine Rallye, die altersspezifisch ausgelegt ist. Grund: Eltern können so nicht drängeln. Das nütze eh nichts, so Berndt. „Auf die Geschwindigkeit kommt es nicht an.“ Sondern auf die Punkte bei Fragen, Parcours, Prüfungen. Wer zu schnell fährt, wird disqualifiziert. „Bisher ist das aber nur einmal passiert.“ Dass die Fahrzeuge fahrtüchtig sind, prüft vor dem Start die Dekra.

Start und Ziel variieren von Jahr zu Jahr. Quelle: Ulrike Gawande

Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Dietmar Woidke übernommen. Pro Team wird eine Startgebühr von 35 Erhoben. Die Übernachtung von Sonnabend auf Sonntag kostet noch einmal 35 Euro pro Person (inklusive Halbpension). Jetzt hoffe die Organisatoren, dass ihnen keine Straßensperrungen oder Bauarbeiten dazwischen kommen. Im Vorfeld fahren sie die Strecke um die 30 mal ab.

Anmeldungen sind noch bis zum 31. März möglich unter der Adresse www.familienrallye.com

Von Marco Winkler

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