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Oberhavel Fantasie aus Dosen
Lokales Oberhavel Fantasie aus Dosen
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09:49 01.06.2017
Andreas Werner verleiht dem Haarschmuck der Fee Plastizität. Quelle: Helge Treichel
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Birkenwerder

Das Markenzeichen des Jugendfreizeithauses C.O.R.N. an der Hauptstraße 112 in Birkenwerder ist bereits gut hinter dem Baugerüst zu erkennen – das Graffiti-Fassadengemälde. Nach Sanierung und Anbau zieren wieder ein feuerroter Phoenix, ein Drache und eine anmutige Fee die Gebäudefront auf der Straßenseite. Ergänzt wird das Fantasiemotiv von einer Landschaft mit Bezug zum Ortsnamen – dargestellt sind Birken, Blaumeisen, ein Bach und ein Frosch.

Die Fassade des Jugendclubs ist damit nahezu fertig. Quelle: Enrico Kugler

„Das Motiv entstand nach den Wünschen und in Anlehnung an das vorherige Bild“, sagt Graffitikünstler Andreas Werner. Der 38-jährige Freiberufler steht seit dem 8. Mai zwischen 9 und 21 Uhr auf dem Gerüst, um gut 80 Quadratmeter der Fassade zu gestalten. Es ist sein inzwischen drittes Fassadenbild für den Jugendclub. Das erste wurde bei einem Brand der Außenterrasse zerstört, das zweite verschwand unter der Fassadendämmung.

Rund 2,4 Millionen Euro investiert die Gemeinde in die Sanierung der alten Villa und den Erweiterungsbau. Durch den Anstieg der Baupreise seit 2015 lägen die Kosten voraussichtlich drei bis fünf Prozent über der ursprünglichen Schätzung, sagt Baufachbereichsleiter Jens Kruse und nennt nach dem gestrigen Baustellenrapport den aktuellen Fertigstellungstermin: Ab dem 4. September 2017 könnten Hort- und Klubnutzer den Gebäudekomplex in Beschlag nehmen. Restarbeiten seien dann allerdings noch nötig, zum Beispiel an den Außenanlagen.

Mehr als 800 Spraydosen mit unterschiedlichen Tönen nutzt Andreas Werner für seine Arbeit. Quelle: Helge Treichel

Andreas Werner aber muss noch in dieser Woche mit seinem Bild fertig werden. „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit, finanziert aus Spenden“, sagt der Graffitikünstler, der sich aus alter Verbundenheit für das Jugendfreizeithaus engagiert. „Ich bin in Birkenwerder aufgewachsen und oft im Club gewesen und habe schon früher hier gesprayt“, sagt er. Vor mehr als zwölf Jahren hat sich Werner, der inzwischen in Berlin-Pankow lebt, mit seinem Hobby selbstständig gemacht. Mehrere Projekte hat er für den Zoo und den Tierpark realisiert, erzählt er. In zwei Wochen werde er gemeinsam mit anderen Künstlern die 30 Meter Hohe Giebelfassade eines Wohnhauses in Frankfurt am Main gestalten.

... da fällt die Auswahl der passenden Dose mitunter nicht ganz leicht. Quelle: Enrico Kugler

Doch zuvor möchte er seinem Werk in Birkenwerder den letzten Schliff verpassen. „Jetzt geht es an die Details“, sagt Andreas Werner. Maximal zwei Tage hat er dafür Zeit, bevor die Gerüstbauer zur Demontage anrücken. „Da steckt immer viel Liebe drin“, kommentiert Werner. Schließlich sei jede Fassade auch ein Aushängeschild. „Das i-Tüpfelchen ist mir wichtig.“ Dafür hänge er gerne auch ein, zwei Stunden mehr dran. Denn bestimmte Details oder der besondere Glanz seien es, die erst den Wow-Effekt erzeugen. Und dafür mache er das schließlich alles. „Das ist das, was mich auszeichnet“, sagt der 38-Jährige. Für das gewisse Etwas nutzt Andreas Werner ein Sammelsurium von nicht weniger als 800 Spraydosen, zumeist mit unterschiedlichen Farbtönen. Der Grund: „Man kann nicht mischen.“

Von Helge Treichel

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