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Oberhavel Faszination Technik im Ziegeleipark Mildenberg
Lokales Oberhavel Faszination Technik im Ziegeleipark Mildenberg
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13:56 18.08.2014
Die alte Technik sorgte für Neugier und Freude. Quelle: Uwe Halling
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Mildenberg

Die Faszination Technik lag am Wochenende überall in der Luft des Mildenberger Ziegeleiparks. Es roch nach Auspuffgasen, wenn ein leistungsstarker Motor ansprang, es knatterte, wummerte und manchmal spritzte auch etwas Öl. Die 12.„Faszination Technik“ auf dem früheren Industrie- und heutigen Museumsgelände ist inzwischen ganz bei sich angekommen. Wie sehr das die Freunde alter Maschinen zu schätzen wissen, verdeutlichte Ulf Backhaus vom Zehdenicker Oldtimerstammtisch, der zur Jury gehörte, die die am besten restaurierten Traktoren sowie Autos und Motorräder aussuchte: „Die Bandbreite hier ist wesentlich größer als bei anderen Oldtimertreffen. Das ist Faszination Technik – vom alten Mobil bis zum alten Eisen.“ Besonders die Männer waren von der Schau angetan.

Zum Zehdenicker Oldtimerstammtisch gehört auch Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD). Er habe mehrere Fahrzeuge älterer Bauart bei sich zu Hause. Doch einzig ein BMW-Motorrad von 1953 sei es, das aktuell fahrbereit ist, sagte er. Für ihn gehöre nur zu Oldtimern, was älter als er selbst ist. Mit seiner BMW hat er da Glück gehabt, sie ist nur ein Jahr älter als er, der dieses Jahr seinen 60. Geburtstag feiern wird. Ansonsten schwärmte Schröter von jener Technik, die noch alle verstehen können, wenn sie denn wollten. Das sei wie ein Bazillus: „Wer sich einmal infiziert hat, kommt nicht mehr los.“

Überall auf dem Gelände wurde für Fans etwas geboten. Da zeigten die Freunde alter Militärtechnik aus Groß Schönebeck, wie ein Kraz 255 B V8, ein Mannschaftstransporter sowjetischer Bauart, mit seinen 240 PS ein Boot auf einem Rolluntersatz eine Böschung hinunterschob und ins Wasser gleiten ließ. Als der Koloss dann mit beiden Vorderrädern im Morast steckte, zog ihn eine Kraz-Zugmaschine wieder raus. Das tiefe Röhren der beiden Motoren klang manchem wie eine fein abgestimmte Komposition.

Erstmals mit dabei auch die Mildenberger Traktoren- und Schlepperfreunde (MTS). Mit elf Fahrzeugen kamen sie. Der älteste Traktor war ein Pionier von 1953. Landwirt Marcel Witzlau hatte einen RS0430, eine wassergekühlte Maschine aus dem Jahr 1954, mit 30 Pferdestärken mitgebracht. Hellhörig wurden die Traktorenfreunde, als ein Trecker vorbeiknatterte, der sich wie ein Lanz Bulldog anhörte, aber augenscheinlich keiner war. Besitzer Torsten Marks aus Zerpenschleuse klärte auf. Der Landini stamme aus Italien. Er sei ein italienischer Lanz Bulldog, ein Lizenzbau von 1955. „Den kennt eigentlich niemand hier“, freute er sich.

Wie sehr die Geschmäcker variieren, war bei einem blauen Lada 1500 zu beobachten, der neben einem Jaguar stand. Bestimmt zehn Männer umkreisten das Auto und würdigten den Jaguar keines Blickes: „Schönes Stück“, sagte einer und erntet beifällige Kommentare. Bei der Wertschätzung der Jury für alte Fahrzeuge gehe es nicht um den schönsten Lack oder das schönste Chrom, sagte Ulf Backhaus. Vielmehr sollte erhalten werden, was erhaltenswert ist und die Maschine in den Originalzustand versetzt werden. „Alles muss zueinander passen.“ Für ihn sei die Mildenberger Schau eine exzellente Veranstaltung. „Wir haben hier die gesamte Bandbreite des ehemaligen Ostblocks und auch die anderen Modelle.“ Backhaus selbst präsentierte einen Skoda S110, Baujahr 1974. Jeder habe so seine Vorlieben und ihm hätten es eben alte Skodas angetan.

Von Andreas Röhl

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