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Feriengäste aus Luxemburg

Besuch bei den Lehnitzer Hortkindern Feriengäste aus Luxemburg

Montagmorgen traf der Flieger in Tegel ein. Mit an Bord 14 Kinder aus dem „Maison Relais Grevenmacher“ in Luxemburg. Es ist der erste Besuch aus der Lehnitzer Hort-Partnereinrichtung, den zwei Erzieherinnen im vergangenen Jahr organisiert haben.

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Montagnachmittag im Hort. Die Gastfamilien holten „ihre“ Kinder ab.

Quelle: Enrico Kugler

Lehnitz. Der kleine Flieger aus dem Großherzogtum landete Montagmorgen in Berlin-Tegel. Und die Kinderschar aus 14 Mädchen und Jungen und zwei Erzieherinnen dann kurz vor 10 Uhr per Bus in Lehnitz. Etwas abgekämpft, aber glücklich, erkundeten sie zunächst mit Erzieherin Angelika Vorrath Raum für Raum des Hortes der Grundschule „Friedrich Wolf“ in Lehnitz. Denn hier sind sie bis zum Donnerstagabend zu Gast.

Seit April vergangenen Jahres besteht die ungewöhnliche Partnerschaft zwischen beiden Horteinrichtungen. Die Idee dazu hatten Annette Böttcher-Zernicke und Antonia Schröder. Beide arbeiteten bis 2011 zusammen in einem Hort von Birkenwerder. Annette Böttcher-Zernicke ist heute bei der Stadt Oranienburg angestellt und Antonia Schröder zog es in die nahe Ferne. Sie begann zunächst ein Studium an der Uni in Trier und arbeitet inzwischen als Sozialarbeiterin im „Maison Relais Grevenmacher“ in der gleichnamigen Stadt.

Doch warum nur Städte- oder Schulpartnerschaften?, fragten sie sich und brachten das Hort-Projekt auf den Weg. Vor allem, weil beide Einrichtung sich in Größe und Struktur sehr ähnelten.

Besuchen den Lehnitzer Hort der Grundschule 112 Mädchen und Jungen im Alter bis zu zwölf Jahren, so sind es im Luxemburger 130 Kinder. In Lehnitz sind 17 Kinder am Deutsch-Luxemburger-Projekt beteiligt, in Grevenmacher 14. Dort geht es bereits sehr multikulturell zu, in Lehnitz wird es das wohl auch bald werden angesichts der vielen Flüchtlingsfamilien im Asylbewerberheim im Oranienburger Ortsteil. „Bei uns sprechen die Kinder viele Sprachen. Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Luxemburgisch, vorwiegend aber Portugiesisch, so Antonia Schröder.

Montagnachmittag lernten die Gäste aus dem Kanton Grevenmacher ihre Gastfamilien bei einem gemeinsamen Grillabend kennen. Heute geht es nach dem gemeinsamen Frühstück nach Berlin. Hinauf auf den Fernsehturm und auf unter die Reichstagskuppel. Am Mittwoch ist Badetag: Dann werden sie gemeinsam den Germendorfer Tierpark und die dortigen Seen erkunden. Der Donnerstag startet im Eltern-Kind-Treff in der Kitzbüheler Straße 1. Von dort werden sie zusammen Oranienburg bei einer Stadtführung entdecken , sind beim Bürgermeister zu Besuch und erkunden den Schlosspark, bevor es schon wieder heißt: Ab zum Flieger.

Wenn 14 eine Reise tun ...

Im Frühjahr 2014 war das Deutsch-Luxemburgische-Projekt aus der Taufe gehoben worden.

Es betreuen im Hort der Lehnitzer Grundschule „Friedrich Wolf“ Leiterin Birgit Kühne und Angelika Vorrath, mit den Kindern aus Luxemburg gekommen sind die Sozialarbeiter Antonia Schröder und ihre Kollegin Jessica Sopic. Bei der Stadt Oranienburg ist es Annette Böttcher-Zernicke.

Die Lehnitzer Einrichtung besuchen aktuell 112 Kinder, im Hort in der Stadt Grevenmacher sind es 130.

Am Projekt nehmen auf Lehnitzer Seite 17 Mädchen und Jungen teil, aus Luxemburg sind 14 Kinder zu Gast.

Heute machen sie Berlin unsicher. Auch eine Stippvisite beim Bürgermeister von Oranienburg steht noch an.

„Im Vorfeld haben sich die Kinder Briefe geschrieben, Videos gemacht und geskypt“, erinnert sich Hortchefin Birgit Kühne. Sie freut sich vor allem aber über die Schar der Unterstützer des Projekts. Nicht nur das Geld aus dem Gewinn des Förderpreis 2014 bringt der Hort ein, das „Backkörbchen“ spendiert Frühstückbrötchen, „beim Rewe-Markt durften wir kostenlos einkaufen gehen“, freut sich Birgit Kühne. Gestern gab es T-Shirts für alle Kinder „und eine Mutti mit Kind im Hört hat fünf Gastkinder zu Hause einquartiert. Die Unterstützung ist einzigartig. Wir möchten uns bedanken“, so Kühne. Die sich natürlich auch auf einen Gegenbesuch freut.

Von Heike Bergt

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