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Oberhavel Brandenburger Expertise: Borgsdorfer sitzt bei Fernsehtalkshow „Anne Will“
Lokales Oberhavel Brandenburger Expertise: Borgsdorfer sitzt bei Fernsehtalkshow „Anne Will“
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01:15 07.03.2019
Guido Fahrendholz bei Anne Will Quelle: Sebastian Morgner
Borgsdorf

„Niedriger Lohn, magere Rente Was ist uns Arbeit wert?“ So lautete der Titel der ARD-Talkshow von Anne Will, die am Sonntagabend über die Bildschirme flimmerte. Neben Malu Dreyer, SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Mike Mohrin, dem thüringischen CDU-Vorsitzenden, und Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, gehörte auch der Borgsdorfer Journalist Guido Fahrendholz als Koordinator einer Berliner Notunterkunft für Obdachlose als Experte zu den Gästen.

Nicht der erste Fernsehauftritt

Es sei nicht der erste Fernsehauftritt für ihn, erklärt Fahrendholz. So hat er jahrelang die Zeitung „Strassenfeger“ redaktionell mitgestaltet sowie rund 600 Radiosendungen und 35 TV-Sendungen zum Thema „Obdachlosigkeit“ konzipiert, produziert und moderiert. Doch jeder einzelne Moment sei wichtig, um das Thema immer wieder in das Bewusstsein der Menschen zu bringen, erklärt Guido Fahrendholz. Denn Menschen mit Geld-, Suchtproblemen und Menschen ohne festen Wohnsitz liegen ihm am Herzen. Für sie kämpft er seit Jahren engagiert und ehrenamtlich.

Druck auf die Speckgürtel

Doch die Obdachlosenproblematik sei schon lange mehr kein Problem der urbanen Räume, erklärte er bei Anne Will. Der Druck auf die Randgebiete und Speckgürtel großer Städte nehme zu. Doch viele Landkreise sagen, sie hätten mit dem Problem nicht gerechnet. Laut Fahrendholz werde sogar der Vorwurf laut, dass die Städte ihre Probleme auf die Landkreise schieben. Doch genau das Umgekehrte sei der Fall, so der Borgsdorfer.

„Die Landkreise sollten dankbar sein, dass die Städte das Problem 30 Jahre abgepuffert haben.“ Auch in Oberhavel sei das Problem jahrelang regelrecht verschlafen worden, so Fahrendholz auf Nachfrage der MAZ. Schuld sei auch, dass es kein ineinandergreifendes soziales Trägersystem gebe wie beispielsweise in Berlin. „Das System läuft rund, auch wenn es dort schon längst nicht mehr ausreicht.“ Aber in Berlin würden die verschiedenen Institutionen zusammenarbeiten, und auch die Schnittstellen der verschiedenen Träger seien abgedeckt.

Bessere Zusammenarbeit der Träger gefordert

Das sei in Oberhavel anders, so Fahrendholz: Hier ist das Ordnungsamt in kommunaler Trägerschaft, wo die Not der Menschen abgewendet werden soll. Die nachfolgenden Sozialleistungen laufen jedoch über den Landkreis. „Die Lücke wird nicht geschlossen“, so Fahrendholz und erinnert an die beiden Kältetoten von 2017 im Mühlenbecker Land und jüngst in Oranienburg.

Es müsste eine bessere Zusammenarbeit der Träger geben, fordert Fahrendholz: Beginnend bei der Erstaufnahme, dem Erkennen der Notsituation, bis hin zur Resozialisierung der Betroffenen. Zumindest in Hohen Neuendorf habe er den Dialog anstoßen können, berichtet der Borgsdorfer. „Bürgermeister Apelt hört zu. man hat das Problem erkannt“, so Fahrendholz, der hofft so etwas bewegen zu können.

Von Ulrike Gawande

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