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Festkonzert von Viva la musica

Oranienburg Festkonzert von Viva la musica

Früher hießen sie Rentnerspatzen, heute Viva la musica. Der Seniorenchor aus Oranienburg feierte am Sonnabend mit einem Festkonzert seinen 40. Geburtstag. Neben Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und der mit dem Chor befreundeten TV-Moderatorin Dagmar Frederic, waren sogar Gratulanten aus der niederländischen Partnerstadt Vught angereist.

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Mit einem Festkonzert begleitet vom Jugendkammerorchester der Kreismusikschule Oranienburg feierte der gemischte Chor Viva la musica 40-jähriges Bestehen.

Quelle: Foto: Ulrike gawande

Oranienburg. „Singen ist gefährlicher als Malen. Ein paar falsche Töne, und man wird von der Kritik zerrissen - ein paar falsche Farben, und man bekommt vielleicht einen Preis.“ Mit diesem Zitat des italienischen Tenors Mario del Monaco schmückte Gerhard Horn seine Ansprache zum 40.Geburtstag des Oranienburger Chores Viva la musica beim Festkonzert am Sonnabend im Takeda-Saal Oranienburg.

Doch Kritik brauchte der Senioren-Chor an diesem Festtag wahrlich nicht zu fürchten. Neben Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und der, mit dem Chor befreundeten, TV-Moderatorin Dagmar Frederic, waren sogar Gratulanten des Chores „Cantare“ aus der niederländischen Partnerstadt Vught angereist.

 Das Jugendkammerorchester der Kreismusikschule begleitete das Konzert

Das Jugendkammerorchester der Kreismusikschule begleitete das Konzert.

Quelle: Ulrike Gawande

Den einzigen Kritikpunkt, den es geben könnte – und der ist eher als Kompliment zu verstehen – war, dass der Chor mit Mikrofonen gesungen hat. Diese technische Verstärkung haben die über 40 Sängerinnen und Sänger nämlich weder bei den unterhaltsamen Interpretationen von Schuberts Forelle noch bei „Les cloches du hameau“, Brahms Vertonung des bekannten französischen Volksliedes über die verzaubernden Dorfglocken, nötig.

Am eindrucksvollsten bewiesen das aber, im von Irmgard Leue lehrreich moderierten Konzert, die Chorsängerinnen Uta Gahrmann und Elke Lorenz: Bei ihrem vom Streicherensemble begleiteten Duett „Leise, leise fromme Weise“ aus Webers Freischütz beeindruckten sie ohne Mikrofone das geladene Festpublikum und zeigten, dass Friedrich Nietzsche Recht hatte, als er sagte: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Begeisterter Applaus belohnte die Solistinnen.

 Mit einem Festkonzert feierte der gemischte Chor Viva la Musica am 25062016 im Takedasaal sein 40-jähriges Bestehen

Mit einem Festkonzert feierte der gemischte Chor Viva la Musica am 25.06.2016 im Takedasaal sein 40-jähriges Bestehen.

Quelle: Ulrike Gawande

Als Singegruppe der Volkssolidarität mit dem Namen „Rentnerspatzen“ 1976 ins Leben gerufen, hat sich der Chor einen Namen und die Stadt Oranienburg musikalisch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Die jährliche Fahrt zu einem Chortreffen, ob in Venedig, Salzburg oder Prag, gehört ebenso zum Vereinsleben wie Konzerte in Oranienburg und Umgebung, sowohl in Kirchen, als auch Altersheimen. Der Chor lebt den Gedanken der Volkssolidarität.

Vielen Mitgliedern habe der Chor zudem in der Wendezeit Halt und Zuversicht gegeben, so Horn in seiner Festrede. 1995 übernahm Helga Stache den Chor, der sich 2004 statt Rentnerspatzen einen passenderen Namen gab, aus dem sich nur ein Wunsch ableiten lässt: Viva la musica – Es lebe die Musik!

Von Ulrike Gawande

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