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Oberhavel Festschrift zu 800 Jahre Oranienburg
Lokales Oberhavel Festschrift zu 800 Jahre Oranienburg
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13:54 17.10.2015
Die Autoren der Festschrift bei der Podiumsdiskussion, die Heike Bergt (M.) moderierte. Quelle: Kathert
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Oranienburg

Der Startschuss für das Festjahr 2016 ist gefallen: Am Donnerstagabend ist in der Nicolaikirche die Festschrift zur 800-Jahr-Feier der Stadt Oranienburg der Öffentlichkeit präsentiert worden. Viele geschichtsinteressierte Oranienburger wollten dabei sein. Und natürlich ein oder zwei Exemplare der Festschrift, die in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen ist, gleich mit nach Hause nehmen.

„Es ist der Auftakt für die Veranstaltungen ab Januar“, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke, der auch ein Exemplar der Festschrift von 1932 und der 775-Jahrfeier im Jahr 1991 mit gebracht hatte. Im Vergleich eher schmale Publikationen. „Schon der Umfang zeigt, Oranienburg hat an Bedeutung gewonnen.“ Sein Dank galt allen Autoren des Gemeinschaftswerks, das natürlich auch eine ganz persönliche Sicht auf die Dinge sei und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben könne. Dabei sei die Betrauung von Herbert Schirmer mit dem Projekt „ein Glücksgriff“ gewesen.

Die erste Festschrift überhaupt, erinnerte Schirmer, sei im Jahr 1640 erschienen, zu 200 Jahren Buchdruckerkunst in Leipzig. Das Oranienburger Autorenteam mit Stadtarchivar Christian Becker, Kreismuseumschefin Manuela Vehma und dem Lehnitzer Ortschronisten Bodo Becker und ihm habe auf goldene Regeln fürs Gelingen einer Festschrift gesetzt. Dazu gehörten: Menschen vorzustellen, die Geschichte lebendig machen, das Werk klar zu gliedern, sich kurz zu fassen und mit vielen Abbildungen zu arbeiten. „800 Jahren könnten wohl mehr Bände füllen, aber in der Kürze liegt die Unterhaltung.“

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Die Autoren mit der Festschrift (v.l.): Stadtarchivar Christian Becker, Kreismuseumsleiterin Manuela Vehma, Redaktionsleiter Herbert Schirmer und Bodo Becker, Ortschronist von Lehnitz.

Bei den aufwendigen Recherchen sei sie durchaus auch auf Neues gestoßen, wie das bislang unbekannte Baujahr des Hofgärtnerhauses, so Manuela Vehma im Podiumsgespräch. Auch die erarbeitet Zeitleiste im Umschlag des Buches mache sie stolz: „Das gab es bisher in dieser Form nicht.“

Auch künftig gebe es noch Schätze im Stadtarchiv zu heben: „40 laufende Meter mit rund 1000 Akten aus der Zeit zwischen dem 17. Jahrhundert bis 1945 haben wir zu Oranienburg. Das älteste Dokument ist von 1573“, so Christian Becker. Dazu auch die einmalige Sammlung von 100 Jahren Baugeschichte: Vollständige Bauunterlagen aller Häuser der Stadt aus den Jahren ab 1859 bis 1945 schlummern im Stadtarchiv. „Aus der Bauakte ist das ganze Leben eines Hauses abzulesen“, sagte Christian Becker. Solch eine Lektüre könne er nur empfehlen.

„Es ist nie etwas so gut, dass man es nicht besser machen könnte“, sagte Bodo Becker. In 50 Jahren werde man eine ganz andere Festschrift vorlegen. Die beiden Vorgänger aus den Jahren 1932 und 1991 seien eher dünne, bescheidene Broschüren gewesen. „Mit der heutigen Festschrift aber präsentieren wir eine gute, wohlhabende Stadt.“

Das Besondere ist nicht nur das Format, „die Broschüre ist vor allem authentisch, denn sie wurde nicht von Marketingexperten geschrieben, sondern von Bürgern, die mit Oranienburg eng verbunden sind, das ist das Besondere“, lobte Norbert du Vinage, Gründer des Dresdner Sandstein Verlages, in dem die Festschrift erschienen ist und der sie gestaltet hat.

Annalena Knoll und Felicitas Kosel lasen an diesem Präsentationsabend Auszüge aus dem Prolog und einem fiktiven Gespräch zwischen den beiden Denkmal-Frauen auf dem Schlossplatz: Louise Henriette und Die Anklagende. Das Hang-Duo „Klangart“ erzeugte auf ihren Instrumenten Soundcollagen.

„Wer Zukunft gestalten will, sollte sich immer fragen, woher er kommt. Die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte sei „Voraussetzung für kühne Zukunftsentwürfe“, so Arndt Farack, Pfarrer von St. Nicolai. Er wünschte sich von den Oranienburgern: „Jeder sollte hier offene Herzen finden bei Menschen, von denen sehr viele auch einmal zugezogen sind.“

Bevor die Gäste die Nicolaikirche am Donnerstagabend verließen, gab ihnen Herbert Schirmer noch eines mit auf den Weg. Wer an der Festschrift herummeckern, kritisieren oder böse Worte darüber verlieren möchte, der solle sich darauf gefasst machen: „Bei der nächsten Festschrift werden Sie als Autor verpflichtet.“

200 Seiten Oranienburger Geschichte

Die Festschrift ist ab sofort bei der Touristeninfo am Schlossplatz 2, in der Runge-Buchhandlung, Bernauer Straße  56 und im Shop des Kreismuseums im Schloss zu haben.

Ein Exemplar kostet 15 Euro.

Die Festschrift umfasst 86 Beiträge von 27 Autoren. Sie ist in einer Auflage von 1000 Stück erschienen, Nachauflage denkbar.

Gedruckt und gestaltet im Verlag Sandstein Kommunikation GmbH in Dresden. Finanziert durch die Stadt und Sponsoren.

Von Heike Bergt und Andrea Kathert

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