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Feuerteufel aus Fürstenberg vor Gericht

Mordversuch? Feuerteufel aus Fürstenberg vor Gericht

Ein 47-jähriger Fürstenberger muss sich wegen versuchten Mordes und Brandstiftung vor dem Landgericht Neuruppin verantworten. Der Mann soll im Oktober 2015 in seiner Wohnung ein Feuer gelegt und damit die Bewohner einer Doppelhaushälfte in Lebensgefahr gebracht haben.

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In diesem Haus wurde das Feuer gelegt.

Quelle: Archivfoto: Halling

Fürstenberg. Vor dem Langericht Neuruppin muss sich ab der kommenden Woche ein 47-jähriger Fürstenberger unter anderem wegen versuchten Mordes und Brandstiftung verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in der Nacht des 24. Oktober des vergangenen Jahres in seiner Wohnung in der Havelstraße absichtlich Feuer gelegt zu haben. Dass dabei niemand zu Schaden kam, war nur der Aufmerksamkeit eines Nachbarn zu verdanken. Der hatte das Feuer bemerkt und die Leitstelle alarmiert. Fünf Menschen mussten aus dem Mehrfamilienhaus und der benachbarten Doppelhaushälfte evakuiert werden.

Der 47-Jährige soll kurz nach der Tat versucht haben, sich durch das Provozieren eines Verkehrsunfalls das Leben zu nehmen. Nach Angaben des Gerichtes lenkte er bei einer Fahrt auf der B 96 seinen Pkw auf die Gegenfahrbahn, um eine Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zu verursachen. Das war ausgerechnet eine Polizeistreife. Sein Wagen touchierte jedoch lediglich den Außenspiegel. Als der Streifenwagen ihm nach einer Verfolgung den Weg versperrte, soll er gezielt gegen den Polizeiwagen gefahren sein und sich später durch einen Tritt gegen seine Festnahme gewehrt haben. Zur Tatzeit, so hatte es die Polizei seinerzeit vermerkt, sei der Mann alkoholisiert gewesen. Dass zwischen der rasanten Fahrt und dem Brand in Fürstenberg ein Zusammenhang bestehen könnte, wurde den Beamten klar, als sich herausstellte, dass es sich bei dem Mann um einen Bewohner des Brandhauses handelt. Der Verdacht, er könnte das Feuer gelegt haben, erhärtete sich im Zuge der Ermittlungen. Zahlreiche Indizien sprechen dafür, kommentierte ein Sprecher. Zu seiner Motivation wurden keine Angaben gemacht.

Neben dem Vorwurf des versuchten Mordes und der Brandstiftung wurde die Anklageschrift um die Punkte gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Sachbeschädigung erweitert. Das Landgericht hat drei Verhandlungstage angesetzt. Nach dem Auftakt am kommenden Dienstag soll der Prozess am 6. sowie am 14. April fortgeführt werden.

Von Cindy Lüderitz

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