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Feuerwehr-Equipment unterm Hammer

Zehdenick Feuerwehr-Equipment unterm Hammer

Die Stadt Zehdenick versteigert zum ersten Mal ausrangiertes Inventar der Feuerwehr im Internet. Meistbietend werden ein Paket Arbeitsleinen der Marke „Seilflechter“, ein Rettungs-Schlauchboot und ein 15 Jahre altes Einsatzleitfahrzeug veräußert. Um alle drei Angebote wird bereits kräftig gebuhlt.

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Das Schlauchboot aus VEB-Produktion ist bislang der Renner unter den Angeboten der Feuerwehr.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Die Stadt Zehdenick versteigert erstmals ausrangiertes Feuerwehrinventar im Internet. Im virtuellen Zoll-Auktionshaus von Bund, Ländern und Gemeinden werden meistbietend ein Paket Arbeitsleinen der Marke „Seilflechter“, ein Rettungs-Schlauchboot und ein 15 Jahre altes Einsatzleitfahrzeug veräußert. Um alle drei Angebote wird bereits kräftig gebuhlt. Allein für die Arbeitsleinen gab es bis Mittwoch acht Gebote – in Zehnerschritten.

Um jeweils 50 Euro müssen Interessenten erhöhen, die beim Mercedes Sprinter mitbieten möchten. Der Ausgangswert war auf 4150 Euro taxiert worden, für das Fahrzeug liegt ein Gutachten der Dekra vor. „Bei einer Internet-Auktion ist der Kreis der Interessenten höher“, sagt Gerätewart Gerd Leege. Und ein kleiner Teil dessen, was die Kommune einmal in die Ausstattung investiert hat, lässt sich auf diese Weise auch noch in barer Münze zurückholen. Denn für den Sperr-Müll sind die Sachen viel zu schade.

Ausrüstung und Technik sind weder unbrauchbar noch kaputt, aber für den Feuerwehreinsatz mit seinen speziellen Anforderungen nicht mehr tauglich. So dürfen beispielsweise die Arbeitsleinen nach 20 Jahren nicht mehr für die Selbst- und Menschenrettung bei der Feuerwehr eingesetzt werden, für den privaten Gebrauch seien sie dennoch nützlich.

Das gilt auch für das Schlauchboot der Wehr mit Holzboden und Paddel, das erst im Oktober dieses Jahres außer Dienst gestellt wurde und noch aus VEB-Beständen (Textil- und Veredelungsbetrieb Groß Schönau) stammt. Nach 24 Stunden müsse zwar der Luftdruck kontrolliert und gegebenenfalls erhöht werden, aber es schwimmt, versichert Gerd Leege. Mehr als 3200-mal wurde die Boots-Auktion bereits angeklickt. Sechs Gebote gibt es aktuell. Es könnte der Verkaufsrenner werden.

Wobei auch Gerd Leege weiß, dass bei Auktionen oft die letzten Stunden entscheidend sind – die endet für alle drei Angebote am 7. Dezember um 8 Uhr. Sowohl das Boot als auch das Einsatzfahrzeug können nach Terminvereinbarung im Gerätehaus der Feuerwehr begutachtet werden. Einige Interessenten aus Berlin hätten sich schon angekündigt, sagt Gerd Leege.

Die Auktions-Plattform des Bundesfinanzministeriums gilt als sicher und verlässlich. Erst bei Barzahlung oder Überweisung bekommt der Meistbietende seine Ware ausgehändigt. Bis dahin bleibt die Stadt Eigentümer. Das Einsatzleitfahrzeug, für das die Feuerwehr bereits Ersatz in Dienst gestellt hat, zeigt eine Tacholeistung von mehr als 207 000 Kilometer. Aber der Diesel hat auch noch nie einen Kaltstart erlebt. „Einsatzfahrzeuge müssen immer vorgewärmt sein“, sagt Leege.

Wer den roten Blitz in die Hände bekommt, muss, sofern er damit auf öffentlichen Straßen fahren möchte, die Sondersignalanlage zurückbauen. Noch sind auf dem Dach die blauen Lichter drauf. Zur „Sonderausstattung“ gehören auch Zusatzheizung, Umfeldbeleuchtung sowie ein integrierter Besprechungstisch. Auf der Internet-Seite der Stadt gibt es unter dem Punkt Informationen der auch einen Link zur Auktion.

Von Cindy Lüderitz

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