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Feuerwehr-Flut-Einsätze sollen kostenlos sein

Oberkrämer Feuerwehr-Flut-Einsätze sollen kostenlos sein

Wegen der starken Regenfälle im Sommer gab es in Oberkrämer 62 Einsätze für die Feuerwehr. Normalerweise müssen die Betroffenen dafür zahlen. Die Verwaltung mit Bürgermeister Peter Leys schlägt nun aber vor, dass diese Gebühren erlassen werden sollen. Am Donnerstag stimmen die Gemeindevertreter darüber ab.

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Nach dem Starkregen: Hochwasser-Einsatz der freiwilligen Feuerwehr in Marwitz.

Quelle: Ingo Pahl

Oberkrämer. Den 29. Juni 2017 werden auch die vielen ehrenamtlich arbeitenden Feuerwehrleute nicht so schnell vergessen. Allein an diesem Tag gab es in Oberkrämer 19 Einsätze, am Folgetag weitere elf. Das ist ein Viertel dessen, was sonst innerhalb eines Jahres in der Gemeinde Oberkrämer anfällt.

In der am Donnerstagabend ab 19 Uhr stattfindenden Gemeindevertretersitzung soll entschieden werden, ob Betroffene der wetterbedingten Einsätze vom 29. Juni bis 7. Juli und zwischen 22. und 26. Juli – die Zeit des tagelangen Dauerregens – Gebühren zahlen sollen. Die Verwaltung regt an, dass ihnen diese Kosten erlassen werden. „Wir haben eine Satzung, nach der diese Feuerwehr-Einsätze bezahlt werden müssen“, sagte Bürgermeister Peter Leys (BfO) am Mittwoch. Allerdings liegen die Kosten, die die Gemeinde durch die Einsätze hat, wesentlich unter dem, was erhoben werden könnte.

Ordnungsamtsleiter Dirk Eger hat genaue Zahlen. Konkret geht es um 62 Einsätze. Die Betroffenen müssten dafür insgesamt 14 384 Euro an die Gemeinde Oberkrämer bezahlen. „Das ist ein kalkulierter Satz“, sagte Dirk Eger. „Aber uns kostet der Feuerwehrmann ja nicht 17 Euro in der Stunde.“ Im Rahmen der wetterbedingten Einsätze hatte die Gemeinde Kosten für die Feuerwehr in Höhe von 781,70 Euro, um die Verdienstausfälle zu begleichen. Es habe sechs entsprechende Anträge von Firmen gegeben, so Eger. Für die Verpflegung der Feuerwehrleute fielen 544 Euro an, für das Betanken der Maschinen weitere 560 Euro.

„Besonders betroffen wären die Leute, wo die Feuerwehr am längsten war, weil Keller ausgepumpt werden mussten“, erklärte Dirk Eger. Allerdings seien genau diese Leute auch finanziell sowieso schon von den Fluten besonders gebeutelt. „Da tun wir was Gutes“, sagte der Ordnungsamtschef. Die Gemeindevertreter müssten dem Vorschlag der Verwaltung aber noch zustimmen. Dirk Eger weist aber darauf hin, dass damit keine allgemeine Regel geschaffen werde. „Es bleibt immer eine Einzelfallentscheidung“, betonte er. „Auf diese Entscheidung könnte sich danach keiner berufen.“

Aus der Liste der Hochwasser-Einsätze ist übrigens auch ein Schwerpunkt auszumachen. Nach dem Starkregen am 29. Juni gab es in den Oberkrämer-Ortsteilen Bärenklau und Vehlefanz mit Abstand die meisten Einsätze. An diesem und am Folgetag waren es in Bärenklau zehn, in Vehlefanz sieben Einsätze der Feuerwehr. In Schwante waren es fünf, in Eichstädt und Klein-Ziethen drei, in Bötzow gab es dagegen keinen einzigen. Dafür war Bötzow beim zweiten Starkregen am 22. Juli mit acht Einsätzen an einem Tag besonders betroffen. In Bärenklau gab es während der Dauerregenzeit ebenfalls acht Einsätze, verteilt auf mehrere Tage.

Die Sitzung der Gemeindevertreter von Oberkrämer beginnt am Donnerstag um 19 Uhr im Saal der Verwaltung in Eichstädt, Perwenitzer Weg 2.

Von Robert Tiesler

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