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Funkstille am Einsatzort

Kommunikationsprobleme in Zehdenick Funkstille am Einsatzort

Gut ein Jahr nach Einführung der neuen Digitaltechnik gibt es in einigen Wehren Kommunikationsprobleme. Laut Stadtbrandmeister Gerd Ritter sei es noch nicht überall gelungen, Routine bei der Handhabung der Geräte zu entwickeln. Die Ausbildung soll noch einmal intensiviert werden.

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Taktische Einsatzübung in der Schorfheide.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Mit dem jüngsten Großbrand einer Scheune bei Kappe hat die Statistik der Zehdenicker Feuerwehr zum Jahresende noch einmal kräftig zugelegt. Die Einsatzstunden der Feuerwehrleute haben sich 2015 nahezu verdoppelt – auf knapp 3000 Stunden. Grund dafür sei laut Stadtbrandmeister Gerd Ritter ein generelles Plus bei den Alarmierungen, vor allem aber ein Mehr an zeitintensiven Brandeinsätzen. 49 davon gab es im Vorjahr – unter anderem einen Wohnhausbrand in Osterne mit mehreren Verletzten (MAZ berichtete). Das Feuer in Kappe bescherte den Kameraden die längste Schicht – inklusive Brandwache dauerte der Einsatz zwei Tage. „Solche Einsätze sind für Feuerwehrleute nicht schön. Wir wussten frühzeitig, dass wir die Scheune nur noch kontrolliert abbrennen lassen konnten. Dabei wollen wir Feuer ausmachen“, sagt Ritter.

Als Omen erwies sich im Nachhinein die Katastrophenschutzübung der Kreis-Brandschutzeinheiten im vergangenen Juni in der Schorfheide. Sieben Brandstellen gab es in der Zeit danach in den Wäldern zwischen Kappe und Vogelsang. Dass die sich nicht zur Katastrophe auswuchsen, sei pures Glück gewesen. „Es waren jeweils nur kleine Flächen betroffen und die Brände wurden schnell erkannt.“ Gerade in solchen Weiten komme es auf jede Minute an, sagt Ritter. „Sonst rennt man dem Feuer nur hinterher.“ Um gerade bei Waldbränden besser agieren zu können, wird die Feuerwehr in diesem Jahr ein neues Tanklöschfahrzeug mit einer Wasser-Ladungskapazität von 4000 Litern anschaffen. Das rund 250 000 Euro teure Fahrzeug soll in der Ortswehr Krewelin stationiert werden. Gemessen am Waldreichtum in der Umgebung von Zehdenick sei die Feuerwehr mit bislang einem Lösch-Fahrzeug dieser Größenordnung unterversorgt. Das sieht das Land genauso und fördert die Investition der Stützpunktwehr.

Kopfschmerzen bereitet den Zehdenickern der vor gut einem Jahr eingeführte Digitalfunk. „Es ist schwierig, da Routine reinzubekommen“, sagt Ritter. In einer kleinen Ortswehr mit zehn Einsätzen im Jahr hätten die Kameraden wenig Gelegenheit, die Technik zu verinnerlichen. Auch deshalb gebe es stellenweise noch Kommunikationsprobleme. Das soll sich mit weiteren Ausbildungseinheiten ändern. Die Wartung der 68 Digitalgeräte wird künftig eine Aufgabe des neuen Gerätewartes sein. Die Stadt hat die Stelle ausgeschrieben und Gerd Ritter hofft, dass sie im ersten Quartal besetzt werden kann – im Idealfall mit einem ortskundigen Feuerwehrmann. Der langjährige Gerätewart Klaus Wohjahn wechselt zum April in den Ruhestand.

Personelle Veränderungen gibt es auch in anderen Ortswehren. So wechseln in Wesendorf und Kurtschlag die Ortswehführer. Bedauerlich sei die Schließung der Jugendwehr Kappe. Die bisherigen Mitglieder seien fast komplett in den aktiven Dienst gewechselt, weshalb nur noch ein Kind übrig bleibt. Das Mädchen könne seine Ausbildung womöglich in Wesendorf abschließen, sagt Ritter.

Von Cindy Lüderitz

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