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Feuerwehr ist der Motor des Dorfes

Hammer Feuerwehr ist der Motor des Dorfes

Mit lautstarkem Sirenengeheul und über 25 Fahrzeugen fuhr der Festumzug der Freiwilligen Feuerwehr Hammer am Sonnabend durch das Dorf. Gefeiert wurde der 112.Geburtstag der Feuerwehr. Nur das Geschenk der Partnerwehr aus Hammer in der Eifel trübte die Festlaune der Kameraden.

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Ein beeidruckender, lautstarker Festumzug fuhr zum 112.Geburtstag durchs Dorf.

Quelle: Ulrike Gawande

Hammer. Sichtlich erschüttert war Hammers Ortswehrführer Thomas Balke, als ihm sein Kollege Frido Theißen aus Hammer in der Eifel am Sonnabend zum 112.Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr , die Autoschlüssel jenes Feuerwehr-Trabbis als Geschenk zurückgab, der vor sieben Jahren an die Partnerwehr verschenkt worden war. „Mir fehlen die Worte“, so Balke. „Ich nehme das Geschenk mit einem weinenden Auge entgegen.“

Der Trabbi aus Hammer in der Eifel beim Festumzug in Hammer

Der Trabbi aus Hammer in der Eifel beim Festumzug in Hammer

Quelle: Ulrike Gawande

War doch der Trabant 601 2009 von den Oberhaveler Kameraden in mühsamer Arbeit zum 75. Geburtstag der Eifeler Wehr überarbeitet worden. Das Fahrzeug war seitdem dort ein Hingucker gewesen. Diente sogar als Hochzeitsauto. Doch werde sich die Löschgruppe Hammer-Degenborn, die zur Wehr der Stadt Simmerath gehört, in absehbarer Zeit mangels Mitgliedern auflösen, berichtete der Ortwehrführer Frido Theißen. Deshalb habe man beschlossen das Fahrzeug in dessen Heimat zurückzugeben. „Es gehört in eine aktive Wehr, muss gezeigt werden.“

Hammer hat eine junge und aktive Wehr

Und, dass die Hammer Wehr, die zweitgrößte und zweitälteste der Stadt Liebenwalde, auch nach 112 Jahren eine aktive und junge Wehr ist, stellten sie beim großen Festumzug lautstark mit mehrstimmigen Sirenengeheul und optisch eindrucksvoll mit einer großen Wagenkolonne von alten und neuen Fahrzeugen unter Beweis. Mehr als 25 Fahrzeuge waren an dem Festumzug durchs Dorf beteiligt. Die Bewohner waren begeistert. „Wenn ein Fest gefeiert wird, ist die Feuerwehr aktiv dabei. Organisiert, unterstützt und hilft“, lobte eine Anwohnerin. Besonders viel Wert lege die Wehr zudem auf die Nachwuchsarbeit. Die Feuerwehr in Hammer sei eben der Motor des Dorfes, fasste es dann Liebenwaldes Bürgermeister Jörn Lehmann (parteilos) zusammen. Er schätzt die Arbeit der Freiwilligen sehr. So erstrahlt nicht nur das Depot nach Umbauarbeiten im neuen Glanz (MAZ berichtete), sondern auch das neue Buch „Hammer & Liebenthal“, geschrieben von Lehmann widmet ein ganzes Kapitel der Wehr in Hammer.

Sorge um die Partnerwehr in Hammer in der Eifel

Diese kann derzeit auf 28 Aktive, darunter sechs Frauen zählen. In der Jugendwehr engagieren sich zwölf Kinder. „Wir sind eben nicht nur mit Fahrzeugen gut ausgestattet. Das macht stolz“, so Balke. „Die Kameraden sind gut ausgebildet, können als Truppmann in jeder Wehr aktiv werden.“ Balke selbst ist seit 1987 in der Hammer Wehr dabei.

Ortswehrführer Thomas Balke

Ortswehrführer Thomas Balke

Quelle: Ulrike Gawande

Half, als die Wehr lange ohne Führung auskommen musste. „Für mich war ein Brand von Bungalows in Hammer, der von der Wehr aus Liebenwalde gelöscht werden musste, das Schlüsselerlebnis, die Wehr in Hammer wieder aufzubauen.“ Vor zwölf Jahren übernahm der 51-Jährige auch als Ortswehrführer die Verantwortung. Drückte dafür sogar noch einmal die Schulbank, bildete sich weiter. Umso mehr bedrückt ihn, dass sich die Partnerwehr in der Eifel aufzulösen droht. „Aus dem Kontakt sind Freundschaften entstanden. Die Beziehungen sind eng. Ich hoffe, das bleibt weiter so.“

Gefeiert wurden 112 Jahre Feuerwehr in Hammer

Doch erst einmal ist nun Aufatmen und Feiern angesagt. Verschlangen doch in den letzten Wochen Festvorbereitungen und Depotumbau unzählige Stunden. „Wie viele? Das müssen sie meine Frau fragen“, verrät der Feuerwehrmann mit einem Lächeln. Einziges Kümmernis war so am Sonnabend zum Feuerwehrfest das unangekündigte Fortbleiben des Rummels für die Kinder. Doch auch da ließ man sich in Hammer etwas einfallen.

Silvia Eschbach (l) mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und dem neuen Wimpel

Silvia Eschbach (l) mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und dem neuen Wimpel.

Quelle: Ulrike Gawande

Mit Spenden hatte die Jugendfeuerwehr pünktlich zum Fest einen eigenen Wimpel angeschafft. Sogar für Basecaps und T-Shirts habe das gespendete Geld gereicht, bedankte sich Silvia Eschbach, Leiterin der Jugendwehr und Stadtjugendwartin. Gemeinsam mit dem Bärenklauer Chorleiter Rolf Stranz hatten die Jugendlichen daher ein Dankeschönlied einstudiert. Das Publikum war begeistert.

Von Ulrike Gawande

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