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Oberhavel Feuerwehr lässt Investitionsstau hinter sich
Lokales Oberhavel Feuerwehr lässt Investitionsstau hinter sich
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06:50 26.02.2017
Der Musikzug der Hohen Neuendorfer Feuerwehr spielte aus Anlass des Jahreshauptversammlung. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Ein bisschen gemein war das ja schon. Bevor überhaupt die Beförderungen und Ehrungen der Hohen Neuendorfer Feuerwehrleute verkündet worden sind, standen genau acht Reden auf dem Programm der Jahreshauptversammlung. Während dann Bürgermeister Steffen Apelt sprach (Nummer acht), ist hinten im Saal der Hugo-Rosenthal-Oberschule schon das Essen aufgefahren worden. Der köstliche Duft waberte durch den Saal, aber gegessen werden durfte da noch lange nicht.

Vorher gab es etwas mehr als eine Stunde lang Fakten, Fakten, Fakten. 204 Einsätze gab es im Jahr 2016 für die Feuerwehr in Hohen Neuendorf, davon 67 im Stadtteil Bergfelde und 50 in Borgsdorf. Im Fall der Gesamtzahl sei das etwa so viel wie im Jahr davor, wenn man Fehlalarme abzieht. „Es war ein gutes Jahr“, sagte Stadtwehrführer Robert Röhl in seiner Rede. „Es sind alle heil von den Einsätzen zurück gekehrt.“ Im aktiven Dienst befinden sich derzeit 114 Einsatzkräfte, darunter sind neun Frauen. Hinzu kommen 44 Kinder und Jugendliche, 42 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung sowie 32 Leute im Musikzug.

Die Feier fand in der Aula der Hugo-Rosenthal-Oberschule statt. Quelle: Robert Roeske

„Wir stehen eigentlich gut da“, so Röhl weiter. Es müsse aber weiterhin ein Augenmerk auf die Tages- und Nachtbereitschaft gelegt werden. „Viele von uns arbeiten außerhalb.“ Es habe aber keinen Tag gegeben, wo die Löschzüge nicht ausrücken konnten. Er wies darauf hin, was die Feuerwehrleute im Ehrenamt leisten: „Das heißt auch, Freunde mal am Grill zurückzulassen oder bei einer Familienfeier nicht zu erscheinen.“ Er dankte damit ausdrücklich auch den Familien seiner Kameraden. Dafür gab es in der Aula der Rosenthal-Oberschule am Freitagabend Applaus von den Anwesenden.

Positiv im Jahr 2016 sei das Ende des Investitionsstaus gewesen. Zwölf Jahre sei zuvor nichts geschehen, so Robert Röhl. Im vergangenen Jahr sei dann aber eine neue Drehleiter und ein neues Löschfahrzeug angeschafft worden. Allerdings kritisierte er, dass ein Teil der da angeschafften Ausrüstung noch lückenhaft sei.

Das wiederum verwunderte Hohen Neuendorfs Bürgermeister Steffen Apelt (CDU). „Ich höre zum ersten Mal davon“, sagte er. Er ermunterte die Feuerwehrführung der Stadt, sich mit diesen Problemen an ihn direkt zu wenden. „Es sollte sich herumgesprochen haben, dass man mit mir reden kann“, so Apelt weiter.

Die Wehrführung. Quelle: Robert Roeske

Auch er dankte den Feuerwehrleuten für ihre ehrenamtliche Arbeit. Er erinnerte an große Einsätze 2016 – zum Beispiel als in der Goethestraße aus einem Keller 150 000 Liter Wasser abgepumpt werden mussten oder als in der Kollwitz-Straße ein Haus brannte. Außerdem freute er sich, dass es weniger Fehlalarme gab als im Vorjahr. Er kündigte zudem an, dass noch 2017 ein in der Region einmaliger Rüstwagen zum Einsatz kommen soll. 20 000 Euro liegen im städtischen Haushalt, um neue Dienst- und Schutzkleidung für die Wehr anschaffen zu können. „Eine gute Ausstattung ist das Mindeste, was wir als Stadt leisten sollten und müssen“, sagte der Bürgermeister.

Steffen Apelt machte auch auf die personelle Ausstattung der Hohen Neuendorfer Wehr aufmerksam. Auf einen Kameraden kommen derzeit 214 Einwohner – vor einigen Jahren lag der Wert noch bei 1:191. Das Wachstum der Stadt spiegele sich nicht in der Wehr wider. Es müsse weiter für neue Mitglieder geworben werden.

Zum Ende des offiziellen Teils sind noch diverse Mitglieder der Wehr befördert worden. So ist Guido Krause jetzt Oberbrandmeister, Kevin Nowacki ist Brandmeister, Jamila Krecklow und Silvan Thiele sind erste Hauptlöschmeister.

Von Robert Tiesler

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