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Oberhavel Feuerwehr sucht aktive Mitstreiter
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10:39 08.06.2017
Nicole Jänicke wirbt am „Tag der offenen Tür“ um neue Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr Hohen Neuendorf.. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Axel Böttcher ist seit genau einem Jahr bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hohen Neuendorf. Der 47-jährige Familienvater absolviert als Truppmann Ausbildungen und Dienste, fährt zu Einsätzen. Seine ursprüngliche Befürchtung, dass ihm eigentlich die Zeit für so ein Ehrenamt fehlt, habe sich nicht bestätigt. „Es funktioniert“, sagt er. „Man muss vielleicht bei anderen Hobbys Abstriche machen. Aber das hier macht mehr Spaß!“ Er begründet das mit den hohen Anforderungen, dem Adrenalin und dem großen Zusammenhalt.

Axel Böttcher ist froh über seine Entscheidung, den Schritt in die Feuerwehr gemacht zu haben – trotz anfänglicher Bedenken, ob die Zeit dafür reicht. Hier ist er auf einer Drehleiter zu sehen, 30 Meter über Hohen Neuendorf. Quelle: Helge Treichel

Es war ein Tag der offenen Tür, bei dem Böttcher quasi „Feuer gefangen“ hatte. Schon lange hatte sich der Projektleiter der Deutschen Bahn für die Feuerwehrarbeit sowie die Technik und die Fahrzeuge interessiert, war mit den beiden Kindern schon früher zu Veranstaltungen gekommen. Was ihn nach einigem Zögern am Ende überzeugte, war nur ein einziger Satz seiner Kameraden: „Zeit haben wir eigentlich auch nicht.“

Das trifft ebenso für Nicole Jänicke zu. Die 37-Jährige ist seit 27 Jahren bei der Feuerwehr – Familientradition. 18 Jahre lang war sie als Jugendwartin tätig, inzwischen ist sie Stellvertreterin von Zugführer Stefan Reichel. Eine ihrer Aufgaben ist es, die Aus- und Weiterbildung für die insgesamt 48 Hohen Neuendorfer Feuerwehrleute zu organisieren, unter ihnen fünf Frauen. Die Verantwortung bewältigt sie, trotz ihrer Berufstätigkeit und obwohl sie vor drei Jahren ein Töchterchen bekam. Was ihr körperlich am schwersten fällt? Nicole Jänicke nennt den Einsatz unter Vollschutz: Zu den rund zehn Kilogramm der Kleidung kommen noch 20 Kilogramm für den Pressluftatmer.

Das neue Drehleiterfahrzeug der Stadt Hohen Neuendorf aus der Vogelperspektive. Quelle: Helge Treichel

„Wir finden für jeden die richtige Aufgabe“, sagt Stefan Reichel. Interessenten könnten sich ganz nach ihren Vorlieben einbringen. Es würden schließlich Anführer genauso gebraucht wie Leute, die lieber in der zweiten Reihe stehen oder sich um die Technik kümmern oder gern das Drumherum für Veranstaltungen organisieren. Jeder könne für sich das Maß der Belastung bestimmen. „Uns fehlen Leute, die das neben ihrem Beruf noch auf sich nehmen“, macht der Zugführer mit Blick auf einen Generationenwechsel in seiner Truppe klar. Kamen vor zehn Jahren noch 130 Einwohner auf einen Feuerwehrangehörigen, so sehe die Quote jetzt bereits deutlich schlechter aus.

Stefan Reichel selbst ist seit circa 15 Jahren Mitglied der Feuerwehr. Und auch er hat eine Familie mit zwei Kindern (8 und 5). Bei der Wasser Nord leitet er den Ingenieur-Bereich. Seine Frau ist ebenso voll berufstätig. „Mir gefällt an dem Hobby, dass der Ausbildungsweg stringent ist“, sagt er. Jeder könne sehr schnell tatkräftig mithelfen. Und wenn doch mal einer passen muss, fange das die Gemeinschaft auf. Es sei ein gutes Gefühl, „helfen zu können, weil man bestimmte Fähigkeiten mitbringt, die nicht jeder hat“. Und das wiederum bewirke eine große Dankbarkeit der Betroffenen am Einsatzort.

Ein Führungsteam: Nicole Jänicke und Stefan Reichel. Quelle: Helge Treichel

Die Freiwillige Feuerwehr Hohen Neuendorf besteht aus vier Einheiten. Neben den Löschzügen in Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Bergfelde sei das der Musikzug. Auch der werde landesweit stark beansprucht, weil es so etwas eben nicht überall gibt, erläutert Stefan Reichel. Allerdings sei vielen der aus Berlin zugezogenen Einwohnern gar nicht bewusst, dass die Feuerwehr hierzulande nicht hauptamtlich organisiert sei – wie das in der Hauptstadt der Fall sei.

Tag der offenen Tür am 17. Juni

„Deine Nachbarn brauchen dich!“ – unter diesem Motto lädt die Freiwillige Feuerwehr Hohen Neuendorf für Sonnabend, 17. Juni, von 10 bis 16 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ in die Wache an der Waldstraße 4 ein.

Neben einer Technikshow sind Showübungen vorgesehen. Außerdem stellt sich die 18 Mitglieder starke Hohen Neuendorfer Jugendfeuerwehr vor. Hier lautet die Überschrift: „Ansehen. Anfassen. Mitmachen.“

Gäste können noch am selben Tag selbst zum Lebensretter werden, indem sie an der DRK-Blutspendeaktion teilnehmen. Das ist von 10 bis 13 uhr im Depot möglich. Jeder Spender erhält einen Rauchmelder.

Ihren „Tag der offenen Tür“ am 17. Juni wollen die Hohen Neuendorfer Freiwilligen zu einem Mitmachtag machen. Denn wer einmal angefasst hat, worum es geht, der bleibe mit größerer Wahrscheinlichkeit am Ball – so wie Axel Böttcher.

Gerätewart Matthias Knopf steuert die Drehleiter. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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