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Oberhavel Feuerwehr zieht Jahresbilanz
Lokales Oberhavel Feuerwehr zieht Jahresbilanz
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00:27 29.03.2018
Konzentriertes Zuhören und Beifall für die Ausgezeichneten gab es am Sonnabend bei der Feuerwehr in Großmutz. Quelle: Helmut Schneider
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Großmutz

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Großmutz begann am Sonnabend im Mannschaftsraum mit einer Schweigeminute. Pfarrer i. R. Hans Joachim Vanselow – langjähriges Mitglied der Großmutzer Wehr – war unerwartet verstorben. Er war nicht nur aktiver Feuerwehrkamerad, sondern darüber hinaus als Seelsorger im ganzen Kreis Oberhavel bei tragischen Einsätzen hochgeschätzt.

Nico Acker bekam für seine Öffentlichkeitsarbeit vom Förderverein einen Präsentkorb – und den „Lösch-Oskar“. Quelle: Helmut Schneider

Die beiden Löschgruppenleiter Nico Acker und Lars Dittkrist begrüßten danach die Ehrengäste, die sich in kurzen Reden für die geleistete Arbeit der 27 Kameraden und einer Kameradin aus Großmutz, Glambeck und Hoppenrade bedankten. So betonte Kreisbrandmeister Steffen Malucha, dass die Einsätze bei Bränden, Hochwasser, Sturmschäden, Verkehrsunfällen und vielem anderen nicht ungefährlich sind und deshalb die Entscheidung der Landesregierung, verunglückten Feuerwehrleuten unbürokratisch finanziell mit 60 000 Euro zu helfen, zu begrüßen sei. Er wies dabei auf den unlängst geschehenen tragischen Tod zweier Kameraden aus Königs Wusterhausen hin. Ähnlich äußerte sich Gemeindebrandmeister Frank Ludwig.

Urkunden für die jungen Mitglieder. Quelle: Helmut Schneider

Die ehrenamtliche Tätigkeit muss mehr Anerkennung finden. So sollte man über eine Feuerwehrrente für langjährige Mitglieder nachdenken. Manfred Telm, stellvertretender Bürgermeister im Löwenberger Land, sprach von „einer Ernst zu nehmenden ehrenamtlichen Arbeit, bei der das Verständnis der Ehepartner nicht hoch genug eingeschätzt werden kann“. Thilo Hedke berichtete stolz, dass der Feuerwehrförderverein in den letzten Jahren 41 000 Euro zu Gunsten der Gemeinde aufgebracht hat. Nicht unerheblich daran beteiligt sei die ortsansässige AGRAR GmbH, deren Chef ebenfalls als Gast in der voll besetzten Halle saß. Weitere Grüße und Geschenke überbrachten die drei Ortsbürgermeister.

Einen gelungenen Jahresrückblick brachte ein liebevoll gestalteter, humoriger Film von Nico Acker. Über die Leinwand flimmerten unter reger Anteilnahme der Zuschauer die Ereignisse und Aktivitäten des Jahres 2017. Viele Sequenzen waren mit freundlich ironischen Sprüchen untertitelt und brachten nach dem Motto „Pleiten, Pech und Pannen“ so manchen Lacher hervor. Hierbei ging es um Aufnahmen bei der Ausbildung und bei Übungseinsätzen. Aber auch hartes Training wurde gezeigt. Beispielsweise der Umgang mit Atemschutzgeräten oder mit der Kettensäge. Nicht zum Lachen waren dagegen Bilder vom ernsthaften Einsatz bei der Bekämpfung eines Waldbrandes in Birkholz/Nassenheide oder Löscharbeiten beim Scheunenbrand und einem brennenden Traktor. Auch die Bilder vom letzten schweren Herbststurm beeindruckten. Zu 16 Einsätzen mussten die Großmutzer Kameraden im vergangenen Jahr ausrücken. Ferner war zu sehen, dass die Männer bei der Kreismeisterschaft am 10. Juni beim Löschangriff Nass den 2. Platz und die Jugendmannschaft einen beachtlichen 5. Platz erzielten.

Die Feuerwehr Großmutz ist nicht nur bei Gefahren auf der Höhe, sondern auch bei den traditionellen Festen im Ort wie Knutfest, Osterfeuer, Dorffest, Erntefest und Fackelumzug federführend. Ein Höhepunkt wird im November die Feier zum 110-jährigen Bestehen der Großmutzer Feuerwehr sein.

Von Helmut Schneider

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