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Feuerwehrauto komplett aus Spenden finanziert

Sommerfeld Feuerwehrauto komplett aus Spenden finanziert

Hickhack um das neue Sommerfelder Feuerwehrauto. Das 85.000 Euro teure Kleinlöschfahrzeug sollte eigentlich zur Hälfte aus dem städtischen Haushalt finanziert werden – die Stadtverordneten hatten schon zugestimmt. Aber nun kommt doch alles ganz anders.

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Dieses Fahrzeug kommt bald nach Sommerfeld.

Quelle: privat

Sommerfeld. Die Sommerfelder Feuerwehr kann ihr neues Kleinlöschfahrzeug aus eigener Kraft kaufen. Über weitere Spendengelder ist nun offenbar die komplette Summe, die für das Auto benötigt wird, zusammengekommen. Das teilte Sommerfelds Ortswehrführer Johannes Homuth am Montag mit. Dabei fing die Geschichte mal ganz anders an.

Die Löschgruppe braucht das Fahrzeug. Die Wehr im Dorf hat einen 22 Jahre alten VW T 4. Er wurde bei kleineren Bränden als Einsatzwagen genutzt. Nun aber ist bei dem Auto die Mängelliste so lang, dass es keinen TÜV mehr bekommt. Einer der Sommerfelder Feuerwehrleute ist dann im Internet auf das Kleinlöschzeug gestoßen. Kostenpunkt: 85 000 Euro. Es begann eine größere Spendenaktion, bei der überraschenderweise etwa 40 000 Euro zusammengekommen waren. Die andere Hälfte sollte aus dem Kremmener Haushalt dazu geschossen werden – dem stimmten auch die Stadtverordneten zu. Nach der Abstimmung tauchte allerdings die Frage auf, ob es vielleicht hätte eine Ausschreibung geben müssen. Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) kündigte daraufhin an, die Lage prüfen zu wollen. Ergebnis: Der Beschluss wurde zurückgenommen. Die Kommunalaufsicht hatte für das Verfahren kein grünes Licht gegeben.

Am Donnerstag stand dafür auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung der Punkt „Beratung und Beschluss: Investitionszuschuss in Höhe von 40 000 Euro für den Kauf eines Kleinlöschfahrzeuges im Jahr 2017“. Den allerdings nahm der Bürgermeister zu Beginn der Sitzung wieder runter – zumindest im öffentlichen Teil ohne Begründung. „Ich habe ihn raufgesetzt, und ich nehme ihn wieder runter“, so seine Worte, die er am Montag auf Nachfrage auch noch mal wiederholte.

Wie Johannes Homuth von der Sommersfelder Feuerwehr sagte, konnten auch die restlichen Spendengelder in Höhe von 40 000 Euro gesammelt werden. „Das war kein Pappenstiel.“ Bürgermeister Busse habe bei der Sponsorensuche geholfen. Das Hin und Her bei der Finanzierung sei eine Odyssee gewesen. „Aber man muss die Regeln akzeptieren“, so Homuth zum Nein der Kommunalaufsicht zu den ursprünglichen Finanzierungsplänen.

Am Mittwoch wird das Fahrzeug aus Selm in Nordrhein-Westfalen abgeholt, am Freitag, 29. September, findet ab 18 Uhr an der Wache in Sommerfeld die Übergabe und Inbetriebnahme statt.

Von Robert Tiesler

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