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Feuerwehren trainieren Umgang mit der Drehleiter

Einsatz am Krankenhaus Feuerwehren trainieren Umgang mit der Drehleiter

Im Umgang mit ihrer Technik sind die Granseer Feuerwehrleute eigentlich versiert. Aber hier und da schleichen sich in der Praxis doch kleine Fehler ein. Am Wochenende übten sie deshalb bei einem Seminar zum taktischen Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen.

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Langsam wird der Drehleiter-Arm zur Rettung ausgestreckt.

Quelle: Danilo Hafer

Gransee. Wäre der Einsatz am Krankenhaus wirklich ein Ernstfall gewesen, hätten die Granseer Feuerwehrleute den Baum an der Front um ein paar Äste gekürzt, um mit der Drehleiter ungehindert an das Fenster im zweiten Obergeschoss zu gelangen. Da es sich am Sonntag aber "nur" um eine Übung handelte, wurde das Rettungsfahrzeug noch mal umgeparkt und der Baum verschont. Der Untergrund am Altbau war ohnehin ein wenig zu schwammig, um den Mehrtonner darauf abzustellen. Also wurde eine andere Stellfläche gesucht.

Unter anderem um solche Feinheiten ging es am Wochenende bei einem Seminar zum taktischen Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen, wozu die Drehleiter gehört. Im Umgang mit ihrer rund 500.000 Euro teuren Technik sind die Maschinisten der Granseer Feuerwehr eigentlich versiert ‒ oft genug war das Fahrzeug in den vergangenen Jahren schon unerlässlich. Aber hier und da schleichen sich in der Praxis doch kleine Fehler ein. "Ich kann die Drehleiter nicht überall einsetzen, die Grundmaße muss ich im Kopf haben und auf den Bewegungsradius achten", skizzierte Amtsbrandmeister Andreas Pahlow nur einige Kriterien. Die Ausbilder der Initiative "Drehleiter.info" hatten am Wochenende noch einiges mehr im Gepäck. "Auf dem Hof am Gerätehaus sieht das alles immer sehr schön aus, wenn man im Korb hochfährt und wieder runter. Draußen ist das dann nicht mehr ganz so einfach", sagte einer der Dozenten, bevor er die Trainingsgruppe in ein weiteres Szenario schickte. Diesmal sollte eine Person aus dem dritten Stock des Krankenhauses gerettet werden. Ein Baum war diesmal nicht im Weg, aber das Terrain leicht abschüssig. Die Drehleiterbesatzung beriet zunächst im Fahrzeug, wie sie die Sache angeht. Dann stieg ein Kollege aus und inspizierte das Areal. Von der Hauswand aus schritt er eine gut sieben Meter lange Strecke ab. Dann blickte er nach oben zum Fenster und nochmal seitwärts, bevor er einen Punkt am Boden markierte ‒ die sogenannte Drehkranzmitte. Sie gilt als ideale Position, um den langen Arm der Drehleiter zur Rettung auszustrecken.

Für die praktische Übung hatte die Wehrführung drei Objekte im Stadtgebiet ausgewählt. Neben dem Krankenhaus wurden auch die Stadtschule und die benachbarte Siemens-Oberschule angefahren. Auch dort ging es darum, die Abläufe von der Anfahrt bis zur Menschenrettung zu trainieren und die Drehleiter strategisch günstig zu positionieren. Finanziell unterstützt wurde die Ausbildungseinheit durch das Mittelzentrum. Bereits am Vortag nahmen die Zehdenicker Brandschützer den Stoff durch, die Kollegen in Fürstenberg absolvierten ihr Seminar im September.

Von Cindy Lüderitz

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