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Oberhavel Feuerwehrförderverein sucht Scheune
Lokales Oberhavel Feuerwehrförderverein sucht Scheune
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18:55 20.10.2016
Einsatz der Kremmener Feuerwehr: Anfang August brannte ein Opel in der Altstadt. Rundes Bild: Carsten Petsch ist Vorsitzender des Fördervereins. Quelle: fotoS: Stähle , Gawande
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Kremmen

Die Rhinland Fleischerei spendete 26 Kilogramm Fleisch und Staffeldes Ortsvorsteher Sebastian Busse steuerte 25 Kilogramm Kartoffeln bei. Von weiteren Spendern kamen kiloweise Paprika und Zwiebeln. Daraus entstanden 120 Liter Gulaschsuppe, die der Förderverein der Freiwilligen €Feuerwehr Kremmen auf dem Kürbisfest, das am vergangenen Wochenende hunderte Besucher ins historische Scheunenviertel der Stadt lockte, verkaufte.

Die gesamten Einnahmen – eine Portion kostete 3,50 Euro – sind für einen guten Zweck. Sie kommen der Feuerwehr Kremmen zugute. Genauer dem im Frühjahr 2016 gegründeten Förderverein, um den Vereinsvorsitzenden Carsten Petsch, der gleichzeitig Gruppenführer im Löschzug I der Stadt Kremmen ist. Offiziell eingetragen ins Vereinsregister wurde der Verein jedoch erst im Sommer. „Eigentlich zwanzig Jahre zu spät“, so Petsch. Aber lieber spät als nie. „Wir wollen mit dem Verein die aktive Wehr unterstützen und alte Technik erhalten.“

Zur sogenannten alten Technik gehören eine Pferdespritze von Anfang des 20. Jahrhunderts und ein IFA-Tanklöschfahrzeug TLF W50, Baujahr 1967. „Aber wir haben auch noch andere Feuerwehrutensilien, wie die nun wieder revitalisierte Gulaschkanone der Alters- und Ehrenabteilung aus DDR-Zeiten sowie andere Anhänger, die wir für die Nachwelt erhalten wollen.“ Man sei deshalb derzeit auf der Suche nach einer Unterstellmöglichkeit für die historischen Schätze, verrät der 36-jährige Petsch, der 1992, dem Gründungsjahr der Jugendwehr, seine Feuerwehrlaufbahn mit 12 Jahren in ebendieser begonnen hat. „Am besten eine große Scheune oder ähnliches“, wünscht sich Petsch.

Und man benötige Geld, um die Technik zu erhalten. Geld, das auf Festen wie dem Erntefest der Stadt oder eben jetzt beim Kürbisfest gesammelt wird. „Die Zutaten für die Suppe wurden gespendet, und der Kühlraum zum Abstellen der Suppe wurde uns vom Spargelhof Kremmen kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir haben dann einen Tag lang von morgens bis abends mit 14 Mann in der Küche gestanden, geschnippelt und Suppe gekocht wie die Weltmeister. Das hat Spaß gemacht und zeichnet ja auch einen Verein aus“, erzählt der Kremmener stolz.

Besonders stolz ist man im Verein aber auf die zahlreichen Mitglieder, die man in der kurzen Zeit bereits für den Förderverein gewinnen konnte. Petsch: „Wir zählen derzeit 41 Mitglieder.“ Doch nicht nur für den Förderverein mache man auf den Festen Werbung, sondern sei auch stets auf der Suche nach neuen aktiven Feuerwehrmännern und -frauen. „Wir sind zwar mehr als 35 Aktive in der Wehr, aber gerade im Bereich der Tageseinsatzbereitschaft besteht Verbesserungsbedarf.“ Vier neue aktive Mitglieder konnte der Förderverein sogar schon für die aktive Wehr akquirieren. Ein Erfolg, der sich wirklich sehenlassen kann und für die Zukunft hoffen lässt

Von Ulrike Gawande

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