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Feuerwehrleute zeigen Gesicht

Werbekampagne in Oranienburg Feuerwehrleute zeigen Gesicht

Sei dabei, sagen vier Feuerwehrleute aus Oranienburg. Überall in der Stadt sind sie bald auf großen Plakaten zu sehen. Sie werben um neue Mitglieder in den freiwilligen Wehre der Ortsteile und der Innenstadt. Sie zeigen Flagge für ein verantwortungsvolles Ehrenamt, bei dem die Hilfe für andere an erster Stelle steht.

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Olivia Gärtner und Jens Pamperin werben für die freiwillige Feuerwehr. Auch Mirko Grube und Jannis Hoeft zeigen ihr Gesicht.

Quelle: Andrea kathert

Oranienburg. Vier Gesichter werden die Oranienburger bald überall in ihrer Stadt sehen. Vier Feuerwehrleute zeigen Flagge, um für ihre ehrenamtliche Arbeit zu werben. 200 große Plakate sollen demnächst in der Stadt hängen.

Für Olivia Gärtner ist es selbstverständlich, anderen zu helfen. Doch auch sie hatte Berührungsängste, traute sich als Frau nicht, mit den Männern mitzuhalten. Inzwischen fährt sie wie selbstverständlich ein 7,5-Tonner-Löschfahrzeug der Friedrichsthaler Wehr. Sie ist Atemschutzgeräteträger, kann alle Geräte bedienen und erste Hilfe leisten. „Ich sehe mich nicht immer an der Front“, sagt die 36-jährige. Aber ihr Löschzugführer wisse genau, wo sie bei einem Einsatz am nützlichsten ist. Ihr erster Einsatz war ein Scheunenbrand in Zehlendorf. Olivia Gärtner erinnert sich in erster Linie an viel Aufregung und große Hitze. „Ich war überwältigt, wie viele Feuerwehrleute es braucht“, um solch einen Brand zu löschen. Sie arbeitet im Kindergarten und ihr sechsjähriger Sohn Jannik begeistert sich auch schon für die Feuerwehr. Auch der Friedrichsthaler Jens Pamperin zeigt sein Gesicht auf den Plakaten. Er ist Unternehmer, hat eine eigene Firma im Ort.

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Vier Feuerwehrleute werben in Oranienburg für ihre ehrenamtliche Arbeit. Ihre Gesichter sind bald in der ganzen Stadt zu sehen.

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Mit den Plakaten werden zwei Seiten gezeigt, sozusagen das private Gesicht hinter den Feuerwehrleuten, der harte Einsatz und der Mensch dahinter. Damit soll „ein Bogen geschlagen werden zwischen Ehrenamt und ganz normalem Bürger“, formuliert es Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Bei der Werbekampagne geht es nicht so sehr um den Feuerwehrnachwuchs. Denn darum machen sich die Frauen und Männer der freiwilligen Wehren nicht so viele Sorgen. Aber es fehlen ihnen die aktiven Unterstützer, die tagsüber zu den Einsätzen rausfahren können. Leute, die vielleicht selbst schon mal bei einer anderen Feuerwehr waren und nur den Kontakt verloren haben, weil sie beispielsweise nach Oranienburg gezogen sind. Besonders gefragt bei den freiwilligen Wehren sind handwerkliche Fertigkeiten. Zimmerer, Maurer, Mechaniker – bei den Feuerwehreinsätzen muss manchmal viel improvisiert werden, da braucht es Geschick und Ideen. Quereinsteiger sind willkommen.

Jannis Hoeft, eines der Gesichter auf den Plakaten, kam beispielsweise durch seine Zeit an der Polizeifachhochschule zum Löschzug II – Innenstadt. Mirko Grube, Maurer und Familienvater, hat sich dem Ehrenamt verschrieben, weil schon Generationen seiner Familie bei der Feuerwehr waren.

Freiwilligen Feuerwehrleuten wird eine ganze Menge abverlangt. Allein für die 70 Stunden Grundausbildung gehen mehrere Wochenenden drauf. Es folgen Lehrgänge, Übungen, Einsätze und Dorffeste. Dafür muss jede Menge Freizeit investiert werden. Um Geld geht es dabei gar nicht. Die Stadt zwar eine kleine Vergütung, was auch nicht selbstverständlich ist. Aber entscheidend bleibt die eigene Einstellung, Hilfe zu leisten, für andere Menschen einzutreten, und wenn nötig, gefährliche Aufgaben zu erledigen.

Die Plakatkampagne soll nur einen Startschuss darstellen, andere Aktionen werden folgen.

Die Helfer

In allen acht Ortsteilen von Oranienburg sowie in der Innenstadt gibt es Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr. 200 bis 230 aktive Feuerwehrleute gehören diesen Zügen an. Stadtbrandmeister Friedmund Duwe sagt: „Ohne die Freiwilligen geht es nicht.“

Im Löschzug 1 bestreiten 25 hauptamtliche Feuerwehrleute ihren Dienst für Oranienburg. Die Feuerwache ist in der Julius-Leber-Straße 25.

 

Von Andrea Kathert

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