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Oberhavel Feuerwehrmann beschwört Würgeschlange
Lokales Oberhavel Feuerwehrmann beschwört Würgeschlange
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12:21 16.09.2015
Dieser Königspyton hatte sich auf ein Gartengrundstück in Oranienburg-Süd „verlaufen“.  Quelle: Helge Treichel
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Oranienburg

 Feuerwehrleute sind kühn. Martin Rieks ist tollkühn – tierisch tollkühn sogar. Der 44-jährige Brandmeister von der Oranienburger Berufsfeuerwehr hat sich am vergangenen Sonnabend als „Schlangenbändiger“ betätigt und einen Königspython eingesammelt. Das etwa 1,20 Meter lange Reptil hatte sich auf einem Wochenendgrundstück in Oranienburg-Süd zwischen zwei Liegestühlen eingerollt.

„Es war höchste Zeit, dass Tier einzulesen“, sagte Martin Rieks, der die außergewöhnliche Begegnung nicht überbewertet wissen will, am Dienstag. „Ich war mir 100-prozentig sicher, dass es sich um eine Pythonschlange handelt. Die ist nicht giftig, das ist eine Würgeschlange.“ Zudem sei es noch ein relativ junges Tier gewesen. Ob Männlein oder Weiblein, das könne er nicht sagen. Das festzustellen, habe ihm die Zeit gefehlt. Das Reptil musste schnell ins Warme, betont er, sonst hätte es seinen Ausflug womöglich mitb dem Leben bezahlt. „Diese Tiere sind in warmen Regionen zu Hause“, weiß der Oranienburger. Die Septembernächte in Deutschland seien für sie schlichtweg zu kühl.

Erste Erfahrungen mit Schlangen

Martin Rieks zeigt, wie er die Schlange gegriffen hat. Quelle: Wittke

Martin Rieks kennt sich mit Schlangen ganz gut aus. Er war im Urlaub öfter in den Tropen, aber auch in Florida oder Kalifornien. Dort mache man besser das Zelt in der Nacht zu, wenn sich nicht unliebsamen Besuch hereinschlängeln soll. Während dieser Urlaubszeiten habe er oft Gelegenheit gehabt, Erfahrungen mit Schlangen zu sammeln. Einen Teil hat er sich aber auch angelesen, als die Tochter noch klein war. Die habe früher bei Pflanzen-Kölle in Borgsdorf das eine oder andere Reptil gesehen und dann Fragen gestellt.

Der mutige Griff zur Schlange

Nun hat der Papa sogar eine Schlange eingefangen – „meine erste in 19 Jahren bei der Berufsfeuerwehr“, sagte er und schildert den Vorgang, als sei es das Normalste von der Welt gewesen. Zunächst habe er geschaut, ob das Tier noch lebt. Ja, die Schlange atmete noch. Dann habe er mit einer Hand den eingerollten Schlangenkörper „gestützt“ und mit der anderen Hand etwa zehn Zentimeter hinter dem Kopf zugegriffen. Und dann landete das Tier im Katzenkorb, den die Feuerwehr bei tierischen Einsätzen dabei hat. Die Schlange sei aufgrund der kühlen Witterung sehr träge gewesen und habe sich nur wenig bewegte. „Hätten wir eine Giftschlange gefunden oder ein Reptil, das ich nicht kenne, wäre ich nicht ohne Hilfsmittel rangegangen“ versichert Martin Rieks. Das sei wie mit Pilzen. Was man nicht kennt, davon lässt man besser die Finger.

Die Schlange lebt derzeit in Asyl bei Peter Strate im Zoohaus. Quelle: Helge Treichel

Die Schlange aus Oranienburg-Süd wurden von der Feuerwehr ins Zoohaus von Peter Strate in die Lehnitzstraße gebracht. Dort war sie auch am Dienstag noch, weil sich bislang noch niemand bei der Oranienburger Stadtverwaltung gemeldet hat, der den Königspyton vermisst. Sollte auch in den kommenden vier Wochen keiner das Tier vermissen, geht es in den Besitz des Zoohändlers über.

Von Bert Wittke

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