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Oberhavel Filigrane Zuckerkunst
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02:15 25.02.2017
Angela Hartisch fertigt ihre Torten nur auf Bestellung. Quelle: Ulrike Gawande
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Bärenklau

17 Jahre lang stand Angela Hartisch aus Bärenklau in der Backstube der Bäckerei Plentz und war für die Torten aus Schwante zuständig. Aber vor anderthalb Jahren beschloss die 50-Jährige sich mit der „Zuckerblume“ selbstständig zu machen. Und den Sprung ins kalte Wasser zu wagen, um mit Tortenträumen Brautpaare und Jubilare glücklich zu machen.

Doch ganz so einfach ist der Weg für die gelernte Konditorin nicht. Denn die gebürtige Berlinerin hat nie einen Meister gemacht. „Deshalb darf ich als Selbstständige die Böden meiner Torten noch nicht selber backen, sondern muss das einem Kollegen mit Meisterbrief überlassen“, verrät die Mutter zweier erwachsener Töchter. Doch eine Sondergenehmigung sei beantragt, so dass Hartisch zukünftig die komplette Kuchendekoration bei Feierlichkeiten übernehmen kann.

Pastellfarbene Zuckerschmetterlinge schmücken Mini-Cupcakes. Quelle: Ulrike Gawande

Bis dahin konzentriert sich die Konditorin auf die Füllung und vor allem auf die Dekoration der Torten, die heute, auf Wunsch der Brautpaare, statt mit traditioneller Buttercreme eher mit leichteren Füllungen auf den Teller kommen. „Joghurt-Sahne oder Schokoladen-Mousse sind gefragt. Es soll leichter und weniger süß sein.“ Auch mit Kräutern kann bei den Cremes experimentiert werden, so die Fachfrau, die ihren Traumberuf gefunden hat. „Ich bin als kleines Kind mit meinen Eltern immer zur Grünen Woche gegangen. Da gab es eine Schaubäckerei. Da wusste ich, was ich lernen wollte.“ Besonders das Modellieren mit Marzipan oder Zuckermasse hat es der Konditorin angetan. In zahlreichen Weiterbildungen hat sie ihr Können ausgebaut.

Das Tortendesign kann auch auf das Geschirr abgestimmt werden. Quelle: Ulrike Gawande

„Ich liebe es zu sehen, was man mit den Händen schaffen kann und womit man die Kunden begeistern kann“, gerät die Hobbygärtnerin ins Schwärmen. Und so sind ihre Tortendekorationen kleine Kunstwerke: Ob die Ornamente aus goldener Zuckermasse, die perfekt zum altertümlichen Moccageschirr passen oder die kleinen Füchse, die oben auf der Torte thronend, den Kuchen zum Hingucker für jede Feier machen. Zuckerschmetterlinge verzaubern kleine Cupcakes und unter Brautkleidern verbergen sich Kekse, die zum originellen Gastgeschenk werden können.

Die filigranen Dekorblumen aus einer Zuckermasse kosten den größten Arbeitsaufwand. Quelle: Ulrike Gawande

Den größten Arbeitsaufwand bedeuten jedoch die filigranen Dekorblumen, die Hartisch aus einer Zuckermasse, bestehend aus Puderzucker, Eiweiß und Gelatine herstellt. „Die Masse wird dünn ausgerollt, ausgeschnitten oder ausgestochen und dann zu Blütenblättern geformt, die dann trocknen müssen.“ Als Vorlage dienen der Bärenklauerin Fotos von echten Blüten, um die Schattierungen der Blütenfarbe möglichst originalgetreu nachzuahmen. Dazu werden die einzelnen Blütenblätter mit Lebensmittelfarbe geschminkt und zu Rosen, Orchideen und Lilien zusammengesetzt. Und wie beim großen Showauftritt gibt es abschließend einen Hauch Lebensmittelpuder auf die Blätter.

Die Brautpaare auf den Torten fertigt Hartisch nach Fotovorlagen. Quelle: Ulrike Gawande

„Die Dekoration ist das Aufwendigste an den Torten, aber sie macht mir auch am meisten Spaß“, schmunzelt die Konditorin. „Da hängt mein Herz dran.“ So dauert es schon einmal bis zu zehn Stunden, bis eines der Brautpaare – die Krönung einer jeden Hochzeitstorte – fertig ist. Modelliert nach Fotovorlagen des jeweiligen Paares. „Das Kleid ist meist recht einfach, das Schwierigste sind die Haare und der Gesichtsausdruck“, verrät Angela Hartisch, die sich mit Tae Bo fit hält. „Und wenn es nicht passt, wird schon mal ein Paar zusammengeknautscht und neu begonnen.“

Bei Geburtstagen greift Hartisch gern die Hobbys des Jubilare für ihre Tortenunikate auf. Da gibt es Angler im Boot aus Zucker, ebenso wie die Torte mit dem oberkörperfreien Handwerker. Die Kunden sind begeistert. Doch Hartisch schafft meist nur eine Torte pro Wochenende. „Ich möchte aber gar nicht größer werden, sondern klein und fein blieben.“

Von Ulrike Gawande

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