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Filme sollen nicht alles sein

Hennigsdorf Filme sollen nicht alles sein

Dass Johannes Otto, der seit Juli neuer Jugendkoordinator von Hennigsdorf ist, ursprünglich eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert hat, ist nicht zu übersehen, wenn man einige Erfolge seiner bisherigen Arbeit als Schulsozialarbeiter der Diesterweg-Oberschule betrachtet. Doch der 39-Jährige hat noch viele andere Pläne für die Jüngsten in Hennigsdorf.

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Johannes Otto ist in Hennigsdorf kein Unbekannter.

Quelle: Ulrike Gawande

Hennigsdorf. Dass Johannes Otto, der seit Juli neuer Jugendkoordinator von Hennigsdorf ist, ursprünglich eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert hat, ist nicht zu übersehen, wenn man einige Erfolge seiner bisherigen Arbeit als Schulsozialarbeiter der Diesterweg-Oberschule betrachtet.

Seit 2012 hatte sich der Diplom-Sozialarbeiter fünf Jahre lang den Schülern der Diesterweg Oberschule gewidmet. Er bildete Streitschlichter aus, machte sich für eine „Schule ohne Rassismus“ stark und leitete verschiedene Arbeitsgemeinschaften für Graffiti, Musikvideos, Film und Fotos. Seine mit Schülern gedrehte Gruselkomödie „The Disappearance“ (Das Verschwinden) in Spielfilmlänge begeisterte 2016 das Hennigsdorfer Publikum. Er habe sich überaus wohl gefühlt an seinem Arbeitsplatz, verrät der 39-Jährige, der in Witten an der Ruhr aufgewachsen ist. „Es war eine glückliche Zeit, ich konnte viel ausprobieren und die Jugendlichen haben mich gut angenommen.“ Trotzdem sei er auf der Suche nach neuen Herausforderungen gewesen, die er in der Stellenausschreibung des Jugendkoordinators gefunden hat.

„Als Jugendkoordinator muss man innerhalb und außerhalb der Verwaltung die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten“, beschreibt Jennifer Bur­czyk, Fachdienstleiterin Jugendarbeit, Ottos neuen Aufgabenbereich. Sein Arbeitsfeld werde sich deutlich erweitern, und von den Grundschulen, über die Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen bis zu den Jugendzentren und der mobilen Jugendarbeit reichen, erklärt Otto, der sein Studium in Dortmund absolviert und über ein Praxissemester im Kindermuseum „Labyrinth“ nach Berlin gekommen ist. Es werde abwechslungsreich werden, ist Johannes Otto überzeugt. Besonders die Qualität der Jugendarbeit habe bei ihm einen großen Stellenwert, betont der 39-Jährige. „Meine Türen stehen jederzeit für die Kinder und Jugendlichen offen. Man kann mir alle Fragen stellen und mit jedem Thema kommen.“

So reicht das Spektrum von Ottos Aufgabenbereich von der Planung der Ferienuni Oberhavel, die 2018 in Hennigsdorf stattfinden wird, über die Erstellung von Konzepten, Gespräche mit Mitarbeitern der PUR und den Schulsozialarbeitern, die es mittlerweile an nahezu allen Hennigsdorfer Schulen gibt, bis hin zu Berufsberatung für Schüler oder der Durchführung der U-18-Wahl. Zudem habe man stets den Kinderschutz und das Kindeswohl der jüngsten Hennigsdorfer im Blick und helfe auch bei Obdachlosigkeit von Jugendlichen weiter. Man sei eben der erste Ansprechpartner, wisse aber genau wo die eigene Zuständigkeit ende, erklärt Burczyk.

Er habe sich durch seine bisherige Tätigkeit schon ein gutes Netzwerk aufbauen können, ist Johannes Otto überzeugt. Viele Jugendliche kennen ihn bereits, den übrigen werde er sich nach und nach vorstellen. „So eine gute Jugendarbeit wie in Hennigsdorf gibt es nicht in jeder Stadt. Die größte Stärke ist ein gutes Netzwerk und eine gute Zusammenarbeit“, lobt der 39-Jährige, der ein Faible für Fotografiemuseen hat. Die Ressourcen möchte Johannes Otto stärken und ausbauen und für junge Menschen die bestmöglichen Chancen auf Teilhabe ermöglichen. „Filme sollen nicht alles sein.“

In seiner Freizeit fotografiert Otto und bastelt gern mit seiner dreijährigen Tochter: Laternen, Kastanienmännchen und Drachen. Ein zweites Kind wird bald erwartet.

Von Ulrike Gawande

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