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Oberhavel Fleischer sind auf Lehrlingssuche
Lokales Oberhavel Fleischer sind auf Lehrlingssuche
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00:20 27.02.2018
Stephan Ranft greift nach einer Wurst. Ralph Bührig (2.v.r.) von der Handwerkskammer ist begeistert. Quelle: Robert Tiesler
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Staffelde

Gleich mehrere Punkte bereiten den Leuten von der Staffelder Rhinland-Fleischerei Sorgen. „Wir kriegen keinen Nachwuchs“, sagte Fleischermeister Ehrenfried Ranft am Mittwochmittag. „Wir haben zwei Gesellen, die demnächst in Rente gehen, und es ist ganz schwer, neue Leute zu bekommen.“ Und da gehe es noch nicht mal darum, Lehrlinge zu finden.

Ehrenfried Ranft (l.) präsentiert seine Fleischerei. Quelle: Enrico Kugler

Das zweite Problem: die Discounter und Supermärkte, die ihre Kunden auch mit Fleischprodukten anlocken. „Die drücken die Preise, wie verrückt“, sagte Stephan Ranft, Sohn des Chefs und auch in der Fleischerei tätig. „So wie man etwas Neues im Sortiment hat, haben die das auch bald.“

Das waren Gesprächsthemen am Mittwoch beim Besuch von Vertretern der Potsdamer Handwerkskammer im Kremmener Ortsteil. „Wir machen das regelmäßig und suchen unsere Mitglieder in der Fläche auf“, sagte Vizepräsident Burghard Ehlert. Es geht darum, zu erfassen, wie es den Betrieben in Brandenburg geht und was es dort für Sorgen gibt, die dann eventuell durch die Handwerkskammer an die Politik weitergetragen werden könnten.

Burghard Ehlert (l.) von der Handwerkskammer lässt sich von Ehrenfried Ranft alles zeigen. Quelle: Enrico Kugler

Seit 1986 befindet sich auf dem Areal am Wolfslaker Weg eine Fleischerei, seit den frühen 90ern befindet sich dort die Rhinland-Fleischerei. Vier weitere Filialen mit Fleischerläden bestehen in Kremmen, Bötzow und Hennigsdorf. Derzeit arbeiten sechs Beschäftigte in der Produktion und 13 im Verkauf. An eine Ausweitung des Filialnetzes denken die Ranfts derzeit nicht.

Vor-Ort-Termin in Staffelde. Quelle: Enrico Kugler

Geschlachtet wird in Staffelde allerdings nicht. Die Schweine kommen aus Neukammer und werden in Neuruppin geschlachtet. Die Rinder stammen aus Hakenberg. Die Weiterverarbeitung allerdings erfolgt dann in Staffelde. Dort wird geräuchert, es entstehen verschiedene Leberwurst-Sorten oder andere Wurstarten wie Kümmelwurst oder Schlackwurst. Das Sortiment ist groß.

Stephan Ranft präsentiere seine Fleisch- und Wurstwaren auch auf der Grünen Woche. Quelle: Enrico Kugler

Der Lehrkräftemangel aber macht dem Betrieb zu schaffen. „Man muss den jungen Leuten klarmachen, dass nicht alle studieren können“, sagte Stephan Ranft. Das Handwerk werde an den Schulen – vor allen auf den Gymnasien – nicht mehr vermittelt, sagte Burghard Ehlert von der Handwerkskammer. Da müsse sich etwas ändern, aber auch sonst laufen diverse Kampagnen, um Jugendliche wieder für solche Berufe zu begeistern. „Sie können hier vernünftiges Geld verdienen“, ergänzte Stephan Ranft.

Von Robert Tiesler

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