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Flüchtlinge am Donnerstag erwartet

Solidarität im Mühlenbecker Land Flüchtlinge am Donnerstag erwartet

Während für Donnerstag die ersten Asylbewerber in der Schildower Notunterkunft erwartet werden, äußerte sich Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus zum Thema Flüchtlinge. Kein Verständnis habe er „für den Hass im Deckmantel des besorgten Bürgers“. Ein lebenswertes Gemeinwesen zeichne sich durch Solidarität, Mitmenschlichkeit und Offenheit aus.

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Bürgermeister Smaldino-Stattaus mit Fachbereichsleiterin Kerstin Bonk vor der geplanten Notunterkunft in Schildow.

Quelle: Helge Treichel

Mühlenbecker Land. Im Laufe des 15. Oktober sollen zunächst 30 Flüchtlinge in den Schildower Notunterkünften in der Schulsporthalle und dem Bürgersaal ankommen. Darüber informierte Norbert Bücker. Der Ruheständler übernimmt ab der nächsten Woche vorübergehend ehrenamtlich die Amtsgeschäfte von Gudrun Engelke, Sozialreferentin für Flüchtlingshilfe.

Zu Beginn der Gemeindevertretersitzung am Montag äußerte sich Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) zum Thema Flüchtlinge und zur Informationsveranstaltung eine Woche zuvor. Die Verwaltung nehme die geäußerten Sorgen und Ängste ernst, „sehr ernst sogar“. Der Großteil derjenigen, die sich dort zu Wort gemeldet hatten, „waren keine Ausländerfeinde, keine Rechtsradikalen, sondern Bürger, welche die Sorge umtreibt, das mit den Flüchtlingen auch Probleme auftauchen können“. Kein Verständnis habe er aber „für den Hass im Deckmantel des besorgten Bürgers“. Der sei auch geäußert worden und der dürfe im Mühlenbecker Land keinen Platz finden. „Und kein Verständnis habe ich für Pöbelrufe gegen die Mitglieder des Podiums.“ Seit Anfang vergangener Woche erlebe die Verwaltung „eine Welle der Solidarität“. Es gingen viele positive Mails ein, „die immer wieder darauf hinweisen, dass das anfängliche Stimmungsbild auf der Versammlung nicht repräsentativ für das Mühlenbecker Land sein kann“. Smaldino-Stattaus zählte das vielfältige Engagement auf: 70 Helfer mit Unterstützungsangeboten, 3551 Euro für die Flüchtlingshilfe vom Sponsorenlauf der Europaschule, den Feldbettenaufbau seitens der Feuerwehr, das W-Lan-Angebot des Kulturvereins. „Ein lebenswertes Gemeinwesen zeichnet sich immer durch Solidarität, Mitmenschlichkeit und Offenheit aus“, sagte der Bürgermeister. „Und die, so erlebe ich das in den vergangenen Tagen vor Ort, haben wir!“

Von Helge Treichel

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