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Oberhavel Flüchtlinge irren allein zur Unterkunft
Lokales Oberhavel Flüchtlinge irren allein zur Unterkunft
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07:46 21.10.2015
Flüchtlinge an der serbisch-kroatischen Grenze. Quelle: AFP
Bärenklau

Als „Skandal“ hat Jörg Ditt von den Oberhavel-Grünen die Praxis bezeichnet, Flüchtlinge von der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt ohne Unterstützung in Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber zu schicken. Wie Ditt berichtet, sollten am Montag die ersten 20 Flüchtlinge in dem Heim in Bärenklau eintreffen. Die zehn Erwachsenen und zehn Kinder seien nicht etwa mit einem Bus oder anderweitig organisiert angekommen. Sie hätten vielmehr einen Zettel in die Hand bekommen, wo sie sich zu melden haben und ein Ticket. Ditt: „Frei nach dem Motto: Sieh zu, wie du von Eisenhüttenstadt zum Heim in Oberkrämer kommst.“

Irrwege durch den Wald

Helfer der Initiative „Willkommen in Oberkrämer, Velten und Leegebruch“ hätten daraufhin am Montagabend Flüchtlinge in Bärenklau ausfindig gemacht, sie in die Unterkunft gefahren und ihnen Essen gebracht. Eine Familie sei sieben Stunden aus Eisenhüttenstadt unterwegs gewesen, eine andere Familie sei aus Frankfurt (Oder) gekommen. Einige der 20 Flüchtlinge seien bis jetzt immer noch nicht in Bärenklau angekommen. Man stelle sich bitte vor, so Ditt, „eine Frau mit Kindern und ein paar Habseligkeiten steigt bei Regen gegen 19 Uhr am Bahnhof in Bärenklau aus. Sie spricht weder deutsch noch englisch. Zu dieser Zeit ist dort niemand auf der Straße.“ Der Weg sei lang und führe teilweise über unbeleuchtete Abschnitte und durch den Wald . „Ein unhaltbarer und vermeidbarer Zustand“, so Jörg Ditt.

Das sieht auch Karsten-Peter Schröder (SPD) so, er ist Vorsitzender des Kreistages Oberhavel und stellvertretender Ortsvorsteher von Bärenklau. Ihm wurde am Montag im Heim in Bärenklau bestätigt, dass die Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt eine Fahrkarte bekommen hatten und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Heim nach Bärenklau reisen sollten. Schröder: „Die Kreisverwaltung sollte sich mit Eisenhüttenstadt in Verbindung setzen.“

Von Bert Wittke und Marion Bergsdorf

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