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Oberhavel Flüchtlingsfrage spaltet die Ofenstadt
Lokales Oberhavel Flüchtlingsfrage spaltet die Ofenstadt
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00:33 10.01.2016
Die Aktion „Velten zeigt Herz“ vor dem Rathaus. Quelle: Pelz
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Velten

Luftballons, Muffins und eine Himbeertorte von Bäcker Plentz – sie hatten die Form eines Herzens. Passend zur Veranstaltung „Velten zeigt Herz“, die am Donnerstag vor dem Rathaus stattfand und im Zeichen von Toleranz stand. Bürgermeisterin Ines Hübner sagte vor den Bürgern, es sei unerträglich, Galgen von Politikern auf Demos zu sehen oder in den Nachrichten über Brände von Flüchtlingsheimen zu hören. „Allen, die unsere im Grundgesetz verankerten Ziele ablehnen und bekämpfen, treten wir entschieden entgegen: Nicht mit uns.“ Es sei aber zu ahnen, dass der Zug der Flüchtenden das Land verändern werde. „Nur wie – das liegt vor allem an uns“. Hübner sagte, dass die Aufnahmekapazität begrenzt sei. „Auch wenn noch nicht ausgehandelt ist, wo die Grenzen liegen.“

Der Aktionstag mit etwa 100 Teilnehmern war Teil einer brandenburgweiten Initiative, deren Schirmherr Ex-Ministerpräsident Stolpe ist. In den vergangenen Wochen hatten sich etliche Veltener mit einem Herz in der Hand fotografieren lassen und die Bilder online gestellt. Auch finanziell zeigten sie Solidarität: Die Einnahmen aus dem Kuchenverkauf am Aktionstag gehen zur Hälfte an die Flüchtlingsinitiative Oberkrämer-Leegebruch-Velten, zur anderen an Hedwig-Bollhagen-Gymnasiasten, die am Mauerlauf zum Gedenken an die Maueropfer teilnehmen.

Eine halbe Stunde nach Ende der Herz-Veranstaltung begann auf dem Marktplatz die zweite ­Veltener Abendspaziergang-Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Rund 150 Leute wurden erwartet, etwa 60 Polizeikräfte sicherten die Demonstration. Anmelder war wieder der NPD-nahe Marwitzer Feuerwehrmann Maik Neuber. Etwa 200 Demonstranten waren schließlich vor Ort. Ein Redner ging vor allem auf die Vorkommnisse in Köln ein.

Noch immer steht nicht fest, ob und wann Asylbewerber nach Velten kommen. Man erwarte jedenfalls nicht, dass die Asylbewerberzahlen in diesem Jahr geringer würden und wolle sie fair auf die Städte und Gemeinden Oberhavels verteilen, sagte Ronny ­Wappler, Sprecher der Kreisverwaltung am Donnerstag. „Ich will nicht ausschließen, dass es auch in Velten mittelfristig eine Asylunterkunft gibt.“ Der Standort stehe aber noch nicht fest. „Uns werden immer wieder Immobilien angeboten“, so Wappler. Um auf das Niveau von Hennigsdorf zu kommen, müsste Velten bis zu 360 Flüchtlinge aufnehmen.

Von Marco Paetzel

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