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Oberhavel Fördermaßnahmen auf dem Prüfstand
Lokales Oberhavel Fördermaßnahmen auf dem Prüfstand
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02:15 22.01.2016
Unter anderem sind in den vergangenen Jahren Spielplätze in Velten-Süd entstanden. Das Gebiet soll weiter aufgewertet werden. Quelle: Foto: Archiv
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Velten

Der Stadtteil Velten-Süd, der soziale Brennpunkt der Ofenstadt, soll mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ attraktiver werden. Noch immer gibt es hier viele Arbeitslose, einen niedrigen Bildungsstand, verhaltensauffällige Kinder und viele NPD- oder Nichtwähler. Rund zehn Millionen Euro sind seit 2001 in die Sanierung und Aufwertung des Stadtteils geflossen. Die soziale Infrastruktur wurde ausgebaut, Wohnblöcke abgerissen, Parks und Spielplätze angelegt. Auch die Plattenbauten wurden modernisiert. An der Situation der Menschen hat sich aber nicht allzu viel verändert

Im Veltener Hauptausschuss gab es am Dienstag eine rege Diskussion über die 36 Maßnahmen, die in einem Entwicklungskonzept zur Zukunft des Stadtteils genannt werden. Alle diese Maßnahmen- das Wohnumfeld soll weiter aufgewertet, Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Zuwanderer etabliert und das Wohngebiet in die Stadt integriert werden - könnten künftig im Rahmen des Programms „Aktive Stadt“gefördert werden, 250 000 Euro würde die Stadt jährlich bis zum Jahr 2020 beisteuern (MAZ berichtete).

Gut sei dabei, so Andreas Noack (SPD), dass Infrastrukturprojekte enthalten seien, um den Stadtteil nicht nur sozial, sondern auch räumlich zu integrieren – unter anderem Fuß- und Radwege zum Bahnhof. Noack vermisse am neuen Konzept aber eine Einschätzung darüber, wie sich die Menschen und ihre Lebensumstände im Stadtteil in den vergangenen Jahren verändert hätten. Der Maßnahmenkatalog sei für ihn nur eine vorläufige Betrachtung, der Sozialausschuss solle die Planung politisch begleiten. Es gehe darum, Maßnahmen zu verwirklichen, die den Menschen wirklich helfen. „Der Bürger kommt aber nicht zu uns und teilt uns mit, was er gerne hätte.“

Hans-Jörg Pötsch (CDU) kritisierte die Studie als zu oberflächlich. Die Politik lasse sich nach einigen Jahren mal wieder ein Papier vorlegen, in dem vieles schöngeredet werde. Er schlug vor, dass dem Ausschuss einmal im Quartal berichtet werde, welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind und welche von den Menschen tatsächlich angenommen werden. Einige dieser Maßnahmen sollen der Suchtprävention, der Verbesserung der Ernährung, Hilfe bei Bewerbungen oder der stärkeren Beteiligung von Bewohnern am Geschehen im Stadtteil dienen.„Da muss man mehr machen als nur ein Schildchen draußen anhängen, dass hier etwas stattfindet“, erklärte Pötsch.

Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner versicherte, dass die Verwaltung nach geeigneten Instrumenten suche, um die Maßnahmen – so sie denn irgendwann umgesetzt werden – bei den Bürgern von Velten-Süd bekannt zu mache. „Mittel, die vielleicht vor zehn Jahren noch erfolgreich waren, sind es heute nicht mehr“, so Hübner, die an dieser Stelle aber nicht konkreter wurde. Denkbar ist aber, dass die Verwaltung stärker im Internet Angebote bewirbt, etwa über die Veltener Facebook-Seite. Es sei generell schwieriger, Erwachsene in Velten-Süd für Angebote zu begeistern als Kinder und Jugendliche, so Hübner.

Hans-Jörg Pötsch brachte noch einen zweiten Punkt in die Diskussion ein: Es dürfe nicht sein, dass immer wieder Millionen von Euro in den Stadtteil Velten-Süd investiert würden, während andere Stadtteile das Nachsehen hätten. „Auch in anderen Stadtteilen müssen wir Entwicklungsdefizite benennen und beheben“, so Pötsch. Am Ende stimmte der Hauptausschuss dem Entwicklungskonzept dennoch einstimmig zu.

Von Marco Paetzel

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