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Oberhavel Magische Momente im Tageslicht
Lokales Oberhavel Magische Momente im Tageslicht
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07:45 03.06.2014
Hat ihre Berufung gefunden: Susann Kerk in ihrem kleinen Atelier. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Vor der Tür herbe Industrieromantik, roter Klinker, alte Türen und wildromantische Gartenflächen am Kanal – im Atelier eine ganz andere Welt: gespannte Stoffhimmel, Kuschelkissen, Babybilder,  leise Musik. „Alles, was ich für die Arbeit brauche, habe ich hier gefunden“, sagt Susann Kerk. Die junge Fotografin, die deshalb vor vier Wochen ihr kleines „Fotozauber-Atelier“ im Oranienwerk eingeweiht hat.

Die 27-Jährige stammt aus Rathenow. Großgeworden in Premnitz zog sie „der Liebe wegen“ vor elf Jahren nach Oranienburg. Hier ist sie heute mit  dem Ehemann, Tochter Merle (2) und Sohn Linus (6) zu Hause. Schon als Kind habe sie gern unter Anleitung des Onkels mit der Kamera  hantiert, doch erst die Geburt ihres heute Sechsjährigen und das selbst geschossene Foto vom damals Neugeborenen  löste die den Weg zur berufliche Neuorientierung aus. „Bis dahin habe ich im Büro gearbeitet, aber immer mit dem Gefühl, das ist es noch nicht.“ Die Fotografie rückte immer stärker in den Vordergrund. Die Kameras wurden größer, die Aufträge mehr: „Vor vier Jahren verdiente ich das erste Geld damit, dann wusste ich, mit dieser Aufgabe kann ich alt werden.“ Seitdem ist Susann Kerk als mobile Fotografin unterwegs, um Babybäuche, Babys, Kleinkinder Hochzeiten, Einsegnungen, Konfirmationen, runde Geburtstage –  die ganz besonderen Momente der Familien im Bild festzuhalten: „Es sind meist ganz magische Augenblicke, die mich auch selten kalt lassen“, gesteht sie.

Mit der größer gewordenen Familie und Tochter Merle wuchs der Wunsch, in einem Fotostudio beruflich sesshaft zu werden. Auch wenn das „Oranienwerk“ im letzten Herbst noch Baustelle war, wusste Susann Kerk damals sofort: Dieser Raum ist es. Ein kleiner Empfangsraum in Zartlila und gemütlichen Sesseln mündet ins Fotostudio. Große Scheinwerfer? Fehlanzeige. Susann Kerk hat sich der „natürlichen Fotografie“ verschrieben. Sieht ihren Job darin, „Menschen durchaus von ihrer Schokoladenseite zu zeigen“ und auch mal einen  Pickel  wegzuretuschieren. Trotzdem arbeite sie nur mit Tageslicht und ist überzeugt, dass so ganz besonders magische, manchmal auch melancholische Momente im Foto entstehen. „Und immer mit einer Portion Sternenstaub.“ Den Spitznamen  Fotofee, wie mal genannt wurde, machte sie einfach  zum Programm. „Mancher mag das kitschig finden, aber das bin ich einfach“, bleibt sie sich treu.

Noch sei die Auftragslage Schwankungen unterlegen, räumt sie ein. Mal hat sie wenig, mal alle Hände voll zu tun. Mund-zu-Mund-Propaganda sei wichtig, in Hebammen-Praxen macht sie exklusive Angebote an die werdenden Eltern. Auch im Standesamt im Schloss ist sie mit Werbung präsent. Viel ist sie auf Workshops unterwegs, lernt von über natürliche Fotografie von Amerikanern und Australiern, „die da viel weiter sind“. Ohne Studiolicht seien die Menschen  lockerer und entspannter. Ich möchte niemanden verbiegen, sondern in seiner Einzigartigkeit zeigen“, so die Philosophie der Susann Kerk.

Interessierte bittet sie, sich sechs Wochen vorher anzumelden. An der Wand hängt das Foto einer Braut vor dem morbiden Charme eines Gebäudes der ehemaligen Lungenheilstätte am Grabowsee.. Es hat das  besondere Etwas. „ Und so  ein Shooting geht eben nicht von heute auf morgen.“

Von Heike Bergt

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