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Fragen zu Flüchtlingen

Diskussion in Velten Fragen zu Flüchtlingen

Wann und wie viele Asylbewerber demnächst nach Velten kommen, ist nach wie vor unklar. Am Mittwoch lud die Fraktion Pro Velten dennoch zu einem Gespräch mit Bürgern darüber, welche Fragen und Sorgen sie zum Thema haben. Es gab sachliche, aber auch populistische Töne.

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Wohin die Flüchtlinge in Velten kommen, ist nach wie vor unklar.

Quelle: Ulrike Gawande

Velten. Wann Flüchtlinge nach Velten kommen, ist unklar. 360 Menschen könnten in den kommenden Jahren auf die Ofenstadt verteilt werden. Die Stadtverwaltung hat einen Runden Tisch mit Vereinen, Kirchen und Schulen initiiert, um sich auf ihre Ankunft vorzubereiten. Am Mittwoch lud nun die Fraktion Pro Velten Bürger zum Gesprächsabend in die Gaststätte „Alter Wilhelm“ ein. „Sie dürfen frei und ohne Angst, in eine Schublade gesteckt zu werden, fragen“, sagte Pro-Velten-Chef Marcel Siegert vor den rund 40 Gästen.

Rainer Preuß (Pro Velten) erkundigte sich bei Kerstin Husarzewsky, Veltens Sozialamtsleiterin, wie es mit Krippen- und Kitaplätzen für Flüchtlingskinder aussehe. „Wir können sie unterbringen, die Wartelisten sind leer“, so Husarzewsky. Wie viele Kinder genau man aufnehmen könne, wollte sie noch nicht abschätzen. Sie zerstreute zudem Sorgen von Pro Velten, dass man finanzielle Rücklagen für die Flüchtlinge brauche. Der Kreis sei für die Unterbringung – der Ort steht noch nicht fest – verantwortlich. Die Stadt müsse aber dafür sorgen, auch für Flüchtlinge Angebote im Gemeinwesen zu machen, etwa bei Jugendarbeit oder Angeboten für Ältere. Der Veltener Christian Wunderlich, Mitglied des Runden Tisches, berichtete von einem Besuch im Bärenklauer Flüchtlingsheim. Eine Gruppe von Asylbewerbern bekomme fünf Tage die Woche einen Sprachkurs, um sich schnell zu integrieren. Beim Besuch in Bärenklau seien die Menschen freundlich auf Wunderlich zugekommen, hätten ihn angesprochen und afghanisches Brot und Tee angeboten. „Man muss vor diesen Menschen keine Angst haben, eher vor denen, die dagegen poltern“, pflichtete ihm seine Frau und Stadtverordnete Kristine Wunderlich (FWO), bei.

Es gab auch andere Töne. Ein Veltener berichtete, dass er im Supermarkt Flüchtlinge mit iPhones gesehen habe, die seiner Freundin hinterhergepfiffen hätten. Ein Marwitzer unterstellte Flüchtlingen aus Syrien pauschal, Terroristen zu sein. Und Hans Diederichs, Sachkundiger Einwohner für Pro Velten, bezeichnete Flüchtlingshelfer als „Gutmenschmafiosis“ und regte sich darüber auf, dass man vermeintlich diskutiere, der Flüchtlinge wegen Weihnachten und St. Martin abzuschaffen.

Marcel Siegert versprach am Ende des Abends, alle Fragen zusammenzutragen und in den Gremiender Stadtverordnetenversammlung Antworten zu finden.

Von Marco Paetzel

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