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France-Mobil macht Station

Schildow France-Mobil macht Station

Das Einmaleins des Begrüßungskusses nach französischer Art erläuterte am Dienstag Sprachanimateur Francois Henry in der Europaschule Am Fließ in Schildow. Er machte dort für ein paar Stunden mit seinem France-Mobil Station.

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Die Kinder begrüßen den Plüschvogel Albert.

Quelle: Helge Treichel

Schildow. Mit dem Begrüßungskuss ist es nicht ganz einfach in Frankreich. Während man sich in der Bretagne zweimal herzt – links und rechts – wird im Süden viermal die Wange geküsst – zwei links und zweimal rechts. Es gibt aber auch Regionen in denen zum „Salut“ nur drei Küsse üblich sind und wo nicht zwingend auf der linken Wange begonnen wird...

Um das Einmaleins des Küssens ging es am Dienstag in der Europaschule Am Fließ in Schildow. Sprachanimateur Francois Henry hat dort mit dem France-Mobil Station gemacht. Der 25-Jährige ist einer von zwölf französischen Männern und Frauen, die ein Jahr lang durchs Land fahren, um spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. „Sie vermitteln den Schülern, aber auch Lehrern und Eltern, ein zeitgemäßes Frankreich-Bild und liefern Informationen zur Fremdsprachenwahl“, beschreibt Eugéne Seyberth vom Institut Francais das Anliegen. Der deutsche Ableger des Instituts sowie das Deutsch-Französische-Jugendwerk (DFJW) haben die Aktion mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung initiiert.

Francois Henry zeigt den Kindern, wo er zu Hause ist

Francois Henry zeigt den Kindern, wo er zu Hause ist.

Quelle: Helge Treichel

Bereits seit mehr als zehn Jahren legt das France-Mobil auch in Schildow einen Stopp ein, sagt Französisch-Lehrerin Gertrud Laub. Das sei ein kostenfreier Service, von dem in diesem Jahr Kinder aus der vierten, fünften und sechsten Klassenstufe profitieren. „Es geht vor allem darum, den passiven Wortschatz zu aktivieren“, sagt die erfahrene Pädagogin. Darüber hinaus würden landeskundliche Fakten vermittelt und Impulse gegeben, sich mit aktueller französischer Musik zu befassen. „Im Unterricht versuchen wir zum Beispiel, die Chanson-Texte zu übersetzen“, so Gertrud Laub. Darüber hinaus werde die Fremdsprache nach einem Rahmenplan unterrichtet.

Francois Henry ist seit September mit dem France-Mobil auf Tour. Er hat Tourismus studiert und stammt aus der Bretagne. So war es ihm natürlich ein Anliegen, diesen nördlichen Teil seines Heimatlandes vorzustellen – mit einem Film. Mit einem Gruppenspiel verdeutlichte er die sprachlichen Gemeinsamkeiten: Karotte, Radio, Musik, Giraffe, Gitarre und viele andere deutsche Worte klingen im Französischen nahezu identisch. Bei dem spielerischen Sprachunterricht assistierte ihm Handpuppe Albert – und die junge Lehrerin Emma Maistre. Die Muttersprachlerin kam erst kürzlich an die Schildower Europaschule und lernt ihrerseits Deutsch. Insgesamt drei Französisch-Lehrerinnen vermitteln in Schildow Französisch als Begegnungssprache. Gertrud Laub: „Für die Kinder ist das France-Mobil dabei ein großer Motivationsschub.“

Von Helge Treichel

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