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Französisch im Unterricht

Bredereiche Französisch im Unterricht

Das Francemobil tourt schon seit 2004 durch Deutschland. Ziel des geförderten Projektes: Den Schülern hierzulande die französische Sprache und das Land näher zu bringen. Auf eine ganz lockere Art und Weise.

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Francois ist gerade dabei, seine mitgebrachten Algen zu verteilen.

Quelle: Stefan Blumberg

Bredereiche. Bonjour! Das war das erste Wort, welches Francois Henry gestern zu den Drittklässlern der Grundschule „An der Mühle“ Bredereiche sagte. Francois, der waschechte Franzose, begrüßte die Mädchen und Jungen, wie es sich gehört: Mit einem kurzen Hallo auf Französisch. Deshalb war er mit seinem Francemobil auch gekommen: Um die Grundschüler spielerisch für Frankreich und die französische Sprache zu begeistern. Das ist ihm in der einen Unterrichtsstunde gelungen. Fühlen, riechen, schmecken, sehen und hören mit verbundenen Augen – damit bekam er die Schüler schnell auf seine Seite. Carl musste eine Camembertverpackung ertasten, Kilian eine Orangensaftflasche, Bela ein Hilfsmittel für die Herstellung von Crepes und Ole einen kleinen Rugbyball. Ein langgezogenes „iiiiihhhh“ klang im Klassenraum, als Francois verriet, was es mit dem „Grünzeug“ auf sich hatte, das ein bisschen aussah wie Tee (weshalb es einige nicht nur rochen, sondern auch kosteten). „Algen waren das“, löste er das Rätsel auf und erntete dafür entsetzte Gesichter. Charlotte musste das Geräusch einer Möwe erkennen, Chelsea Lavendel riechen und schmecken. Die 45 Minuten vergingen wie im Flug. Auf die Frage, ob die Schüler Spaß hatten, antworteten sie im Chor: „Oui!“

Programm ist dem Alter immer angepasst

Zwölf junge französische Lektorinnen und Lektoren sind auf Deutschlands Straßen mit ihren Renault Kangoos unterwegs. Sie haben den Auftrag, deutsche Schulen zu besuchen und Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen spielerisch für Frankreich und die französische Sprache zu begeistern. Im Gepäck hat das junge Team ein frisches und oft überraschendes Bild seines Landes. Der Francemobil-Besuch bereitet Lust auf das Erlernen der französischen Sprache. Das Programm wurde bereits 2004 für das vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet. Francois Henry kennt Oberhavel bereits. Im vergangenen Herbst vermittelte er im Strittmattergymnasium Gransee sein Bild von Frankreich. „Wir gehen zu jüngeren Schülern und zu älteren – Grundschule, Oberschule, Gymnasium. Das Programm ist dann natürlich immer unterschiedlich und dem Alter angemessen“, so der 25-Jährige. In Bredereiche stand er sowohl vor den Drittklässlern als auch vor Schülern aus der 4., 5. und 6. Klasse.

„In der Schule haben wir eine Stunde Neigungsunterricht in der Woche“, sagt Lehrerin Susanne Schulke. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder Kontakt zu ’richtigen Franzosen’ zu haben. Dann verstehen sie sie und deren Sprache besser. Ich kann sagen, dass die Kinder begeistert sind.“ Das machten sie ihrem echten Franzosen am Ende des Unterrichts auch klar: „Merci!“

Von Stefan Blumberg

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