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Oberhavel Frau mit drei Männern
Lokales Oberhavel Frau mit drei Männern
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09:50 02.08.2017
Schon am Morgen geht es rund: Jennifer Collin mit ihren Jungs und Lebenspartner Klaus. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Es ist ein ziemlich entspannter Männerhaushalt, den Jennifer Collin da zu Hause hat. Mit Lebenspartner Klaus und den beiden Jungs Juri (3) und Jaron (1). Während der Dreijährige vergnügt die Spielzeugkiste im Wohnzimmer auskippt und in der „Warum-Phase“ ist, sitzt der Kleine bei Papa und drängelt nach dem nächsten Frühstückshappen. Dann ist er wieder rundum glücklich. „Das gemeinsame Frühstück um 7.30 Uhr ist uns heilig“, sagt Jennifer Collin. Anschließend geht es für den Großen in die Kita, der Vater fährt mit der S-Bahn zur Arbeit nach Berlin. In dieser Woche ist Jennifer Collin noch in der Elternzeit, ab kommender übernimmt Klaus für reichlich zwei Monate bis Oktober: „Ich freue mich schon sehr auf diese Zeit“. Dann halte er seiner Jennifer in der heißen Phase des Wahlkampfes den Rücken frei. „Obwohl, das macht er schon immer“, sagt die 32-Jährige. Nicht nur auf ihn, auf die ganze Großfamilie könne sie sich jederzeit verlassen.

Die Frage, ob sie als potenzielle Bürgermeisterin alles gebacken bekommt mit Familie, Job und Haushalt, macht Jennifer Collin nicht bange: Meine Oma, meine Mutti, das sind alles Powerfrauen und meine Vorbilder. Und sie schaffen auch alles. „Auch wir als Familie sind ein eingespieltes Team.“

Jennifer und Klaus kennen sich seit der 13. Klasse, „ein halbes Leben“. 14 Jahre sind sie jetzt ein Paar. Die Oranienburgerin Jennifer Collin hat am Runge ihr Abi gemacht und war dort auch Runge-Preisträgerin, Klaus stammt aus Hohen Neuendorf, hat dort Abi gemacht. Kennengelernt haben sie sich bei Pflanzen-Kölle in Borgsdorf. Sie jobbte an der Kasse, er half beim Einladeservice. Nach einem Jahr sind sie zusammengezogen. Beide haben sie die nächsten Jahre ihr Studium gepackt: Sie in Politikwissenschaft, Klaus arbeitet heute als Web-Manager in einer internationalen Wirtschaftskanzlei am Potsdamer Platz. In einem 80-Prozent-Teilzeit-Job.

Was sie an ihrem Partner am meisten schätzt? „Er ist mein Ruhepol und wir haben völlig identische Weltansichten. Wir sehen uns an und verstehen uns.“ Auch er ist SPD-Mitglied. Er schätzt an ihr „das Engagement, dass sie immer den Wunsch verspürt, anderen zu helfen“. Auch wenn er da manchmal etwas zurückstecken müsse. „Ich bin stolz, dass sie das jetzt angeht“, sagt der 32-Jährige.

Nach gefühlt 100 und immerhin stattlichen sechs Umzügen und allem, was damit verbunden ist, lebt die vierköpfige Familie heute in einer Wohnung in der Speyerer Straße. „Klein, aber praktisch“, sind sie sich einig. Zu Hause gelte eine Grundregel: Wer zu Hause ist, schmeißt den Laden. „Bei Klaus ist es doch immer super sauber“, setzt Jennifer mit einem Lachen nach.

Momentan sei Familienfreizeit zwar ziemlich rar, aber wenn, „dann haben wir an der Ostsee unser kleines Exil“, verrät Jennifer Collin. Mindestens einmal im Quartal gönnen sie sich eine kleine Familienauszeit in Trassenheide. „Juri und Jaron sind Draußenkinder, fühlen sich bei jedem Wetter wohl, sind gern am Strand.“ Vater und Sohn waren gerade das erste Mal angeln am Lehnitzsee mit nagelneuer Angelkarte. So ein richtiger Männerausflug eben: „Wir hatten eine kleine Plötze am Haken, haben sie uns angesehen und zurückgesetzt“, berichtet Klaus.

8 Uhr: Aufbruch vom Frühstückstisch. Jaron wird von den Großeltern zum gemeinsamen Spaziergang abgeholt, für Juri geht es in die Kita, für Vater auf Arbeit und Jennifer Collin geht auf Wahlkampftour.

Von Heike Bergt

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