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Oberhavel Freizeitkapitäne immer im Blick
Lokales Oberhavel Freizeitkapitäne immer im Blick
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15:35 19.08.2014
„Die Papiere bitte“: Oberkommissar Gerhard Bloßfeld (1. v. l.) und sein Kollege Harald Graßmann bei der Arbeit. Nach der Routinekontrolle dürfen Lothar und Sabine Gerstner weiterschippern. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Da hat der Hobbyseemann aus Niedersachsen noch einmal Glück gehabt: Bei einer Routinekontrolle der Wasserschutzpolizei kam der Jacht-Besitzer, der am Sonnabend vor der Schleuse in Lehnitz Halt machte, mit zehn Euro Verwarngeld davon. Der Mann hatte sämtliche Papiere, darunter Sportbootführerschein und Personalausweis, nur als Kopien an Bord. Die Rechtsvorschrift sieht aber vor, dass diese Dokumente stets im Original mitzuführen sind – das gilt an Land wie auf dem Wasser.

„Immerhin konnte er die Bootspapiere im Original vorweisen, sonst hätten wir das Boot stilllegen müssen“, sagt Gerhard Bloßfeld. Seit 28 Jahren ist der Polizeioberkommissar auf den Gewässern rund um Oranienburg unterwegs, kontrolliert Handelsschiffe und Sportboote. Das Revier seiner Dienststelle, der Wasserschutzpolizei Nord, reicht von der Elbe über Neuruppiner und Rheinsberger Gewässer bis nach Lehnitz. 40 Polizisten fahren in dem Gebiet Streife auf dem Wasser. 950 Sportboote kontrollierten die Beamten allein in diesem Jahr im Oranienburger Raum. Insgesamt registrierten sie 180 Verstöße. Am häufigsten ahndeten Bloßfeld und seine Kollegen vergessene Papiere, Fehlverhalten im Bereich der Schleuse sowie Sog- und Wellenschlag. Letzteres entsteht vor allem durch zu schnelles Fahren und gefährdet die sichere Steuerfähigkeit insbesondere kleinerer Boote.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Delikte damit schon jetzt gestiegen. Knapp 1100 Kontrollen führte die Wasserschutzpolizei 2013 durch. In 211 Fällen hatten die Beamten etwas zu beanstanden. „2013 hatten wir einen relativ späten Sommer“, sagt Bloßfeld. Weil das Wetter in diesem Jahr insgesamt etwas besser sei, so der 58 Jahre alte Polizist, seien vor allem an den Wochenenden deutlich mehr Ausflügler auf dem Wasser unterwegs. „Deshalb führen wir auch verstärkt Kontrollen durch“, so Bloßfeld. Insgesamt gebe es auf dem Lehnitzsee und den angrenzenden Havelkanälen aber kaum Probleme mit Sportbooten. Dennoch komme hin und wieder das Alkoholmessgerät zum Einsatz, sagt der Polizeioberkommissar. Am Herrentag habe er etwa ein Segelboot mit einer Gruppe volltrunkener Männer angehalten. „Der Steuermann war nüchtern und somit fahrtüchtig“, erinnert sich Bloßfeld. Er musste den Partytrupp weiterfahren lassen.

Zahlen und Fakten

Wer mit Booten unterwegs ist, muss sich an Gesetze halten. Auf der Havel, den angrenzenden Kanälen und Seen ist das die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung.
Zu den häufigsten Verstößen, die die Wasserschutzpolizei ahndet, zählen vergessene Papiere und Nichtbeachten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit.
Verwarngelder: Papiere vergessen, 10 Euro. Festmachen am Baum, 25 Euro. Gegenstände über die Bordwand hinaus ragen lassen, 20 Euro.

„Die Wasserschutzpolizei ist allgegenwärtig. Auf dem Wasser wird mehr kontrolliert als auf der Straße“, lobt indes Lothar Gerstner die Beamten bei der Kontrolle. Ein Griff genügt, und der Berliner, der mit seinem Motorboot seit mehr als 20 Jahren auf dem Wasser unterwegs ist, hat alle nötigen Papiere beisammen. Ohne etwas zu beanstanden, lassen die Polizisten den Hobbyseemann und seine Frau Sabine die Schleuse passieren.

Bis Oktober geht die Saison auf dem Wasser für Bloßfeld und seine Kollegen. Im Winter informieren die Beamten an Schulen über die Einbruchsgefahr auf zugefrorenen Gewässern und widmen sich verstärkt der Bootskriminalität.

Von Josefine Sack

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