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Freund der Litauer will kürzer treten

Birkenwerder Freund der Litauer will kürzer treten

Seit mehr als 20 Jahren organisiert Reinhard Schlarmann Hilfstransporte nach Litauen. „Doch jetzt ist leider Schluss“, sagt er. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung bat er die Kommunalpolitiker um Unterstützung: Nachfolger werden gesucht.

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Reinhard Schlarmann (r.) mit Bürgermeister Stephan Zimniok (l.) und einer Reisegruppe aus Litauen.

Quelle: Helge Treichel

Birkenwerder. Reinhard Schlarmann bereitet seit 1993 Hilfstransporte in die litauischen Gemeinden Sumskas und Kalveliai sowie in andere soziale Einrichtungen vor. Circa 70-mal waren der 69-Jährige sowie viele engagierte Mitstreiter in Litauen und haben tonnenweise gute Kleidung, Schuhe, Krankenhausmobiliar, medizinisches Verbrauchsmaterial, Schul- und Bastelutensilien sowie viele andere Hilfsgüter dorthin gebracht. „Doch jetzt ist leider Schluss“, sagt Schlarmann. Er spüre inzwischen seine körperlichen Grenzen. „Im Dezember werde ich den letzten Hilfstransport nach Litauen fahren“, sagt er. Folglich könne er dann auch keine Kleiderspenden mehr annehmen.

innerhalb des Partnerschaftskomitees werde er jedoch weiterhin partnerschaftliche Aufgaben der Gemeinde Birkenwerder koordinieren und jeweils im Dezember mit einem Transporter voller Weihnachtspäckchen nach Sumskas und Kalveliai fahren. Ebenso wolle er den Austausch und die Begegnungen von Jugendlichen aus Birkenwerder und den litauischen Partnergemeinden am Leben erhalten, kündigt Schlarmann an. Dafür bitte er weiter um Unterstützung. Die Weihnachtspäckchen zum Beispiel sind bis zum 30. November bei ihm in der Lindenhof Siedlung 8 abzugeben.

Reinhard Schlarmann

Reinhard Schlarmann.

Quelle: Foto: Helge Treichel

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung wandte sich der hilfsbereite Birkenwerderaner an die Kommunalpolitiker. Sie mögen bitte ihre Einflussmöglichkeiten geltend machen, um Nachwuchs für die Partnerschaftsarbeit zu gewinnen. In seinem Appell sprach er von seiner „großen Befürchtung und Angst, dass irgendwann keiner mehr da ist, der das weitermacht“. Derzeit übernehme er selbst geschätzte 90 Prozent der Aufgaben im Komitee. Parallel bedankte er sich für die finanzielle Ausstattung. Die erleichtere die Arbeit enorm.

Die Gemeindevertreter nahmen den Aufruf zur Kenntnis. Vorsteherin Kerstin Villalobos bedankte sich für das Engagement.

Das besteht unter anderem aus der Weihnachtspäckchenaktion, die derzeit auf Hochtouren läuft. „Es ist schon Tradition, dass wir unter anderem zur Schule nach Sumskas fahren, wo wir persönlich jedem Schulkind eine kleine Freude zum Weihnachtsfest überreichen“, so Schlarmann. Der kleine Ort mit seinen rund 1000 Einwohnern liege in einem strukturschwachen Gebiet an der weißrussischen Grenze mit hoher Arbeitslosigkeit. Seit 2012 sei der Ort offiziell Partnergemeinde von Birkenwerder.

Erinnerungsfoto von einer der jüngsten Weihnachtspäckchen-Aktionen

Erinnerungsfoto von einer der jüngsten Weihnachtspäckchen-Aktionen.

Quelle: Privat

Gesammelt werden Päckchen in der Größe eines Schuhkartons, die in Weihnachtspapier eingewickelt sind. Die Geschenke selbst werden von den Mitgliedern des Vereins Litauenhilfe in loser Form angenommen und eingepackt. Ebenso werden unter dem Stichwort „Aktion Weihnachtspakete“ Geldspenden für die Logistik angenommen. Als Inhalt wird empfohlen: Schul- und Bastelmaterial, Spielzeug, Winterkleidung (Schal, Mütze) und natürlich Süßigkeiten.

Info: Informationen stehen auf www. litauenhilfe-birkenwerder.de

Von Helge Treichel

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