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Freunde über den Ozean

Konzert in der Villa Weigert Freunde über den Ozean

Pure Poesie boten drei Künstler aus den USA und Deutschland am vergangenen Sonnabend bei einem Konzert in de Villa Weigert: Das Duo „Acoustic Eidlon“ und ihr Gast Thomas Loefke. Das abwechslungsreiche Repertoire mit Einflüssen keltischer und klassischer Musik, aber auch Flamenco, Rock und Blues ließ den Abend zum Ereignis werden.

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Das Trio bei seinem Auftritt in Birkenwerder.

Quelle: Helmut Schneider

Birkenwerder. Mit „Acoustic Eidolon“ hatte sich der Verein der Freunde der Kammermusik Birkenwerder am Sonnabend weit gereiste Gäste aus den USA eingeladen. Das international renommierte Duo kommt aus Colorado. Joe Scott Gitarre und Hannah Alkire Cello touren im November durch Deutschland. Mit ihnen als Gast, der in Berlin lebende Thomas Loefke mit seiner Celtic Harp (keltischen Harfe). Die drei haben sich schon vor 14 Jahren bei einem Folk-Festival in Vancouver kennen gelernt und eine tiefe musikalische Freundschaft miteinander entwickelt. Bestes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ihre brandneue CD „ Friends Across the Ocean“, aus der sie vor ausverkauftem Haus in der Villa Weigert spielten.

Joe Scott begann mit einem Solo auf seiner zweihalsigen Gitarre „double- neck GUITJO“ (GUItarre/ banJO), die mit ihrer 14-saitigen Bespannung ein völlig neues Klangbild erzeugt. Dieses Akustikinstrument ist eigens für ihn gebaut worden. „Davon gibt es nur zwei Stück auf der Welt – beide gehören Joe“, sagte Thomas Loefke schmunzelnd dazu. Der stellte dann seine aus Irland stammende Celtic Harp mit einer eigenen Komposition „ Snowy Birch Trees“ (drei verschneite Birken) vor. Dieses Lied habe er bei einer Reise in den hohen Norden Norwegens geschrieben, wo es „neun Monate Winter und drei Monate richtig kalt ist“.

Nach dieser Einstimmung und den folgenden zarten Klängen der Harfe bei anheimelndem Kerzenschein waren die Zuhörer fast gewillt, Schneeflocken vor dem Fenster rieseln zu sehen. Völlig im Kontrast zu dem Spiel der beiden Musiker dann Hannah Alkire, die sich mit ihrem virtuosen Cellospiel temperamentvoll in das Trio mit einbrachte, aber auch sehr melancholisch und einfühlsam im pianissimo ihre bewundernswerte Technik demonstrierte. Dass zeigte sie im Besonderen in einem von ihr komponierten Solo, das ihren Mutterschmerz über die nahende Trennung von ihrem 19-jährigen Sohn ausdrückt, der nun seine eigenen Weg gehen muss.

Erstaunlich wie diese ungewöhnliche Besetzung mit der klassisch studierten Cellistin, dem ursprünglich vom Banjo kommenden Bluesgitarristen – beide singen auch - und dem der Irischen Folkmusik zugewandten Harfenisten zusammen harmonieren. Das abwechslungsreiche Repertoire mit Einflüssen keltischer und klassischer Musik, aber auch Flamenco, Rock und Blues ließ den Abend zum Ereignis werden. Das Publikum war begeistert von dem zweistündigen Konzert und verlangte mehrere Zugaben, die es großzügig mit vier Songs bekam.

Thomas Loefke bedankte sich für den reichlichen Applaus und wies darauf hin, dass sie noch einmal mit diesem Programm am nächsten Sonntag im LabSaal in Lübars auftreten und er selbst mit seiner eigenen Band „Norland wind“ und Gästen zum „ 22. Celtic Music Festival“ am 19. Dezember in der Berliner Passionskirche spielen wird.

Von Helmut Schneider

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