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Frischzellenkur fürs HDZ

Einzelhandel in Hohen Neuendorf Frischzellenkur fürs HDZ

Auf dem Gelände des Handels- und Dienstleistungszentrums (HDZ) an der Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf soll in einem Jahr ein neuer Rewe-Markt eröffnet werden – schöner, größer und ökologischer als die bisherige Filiale an dem Stadtort. Darüber informierte Investor Thomas Pietsch. Außerdem sind ein neuer Aldi-Markt sowie eine DM-Filiale vorgesehen.

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Thomas Pietsch (l.) und Matthias Faust (r.) erläutern dem Bürgermeister die Pläne.

Quelle: Foto: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Abriss? Ausbau? Rewe? Eine Unterkunft für Asylbewerber? Nachdem die Gerüchte zu den Bauarbeiten auf dem Gelände des Handels- und Dienstleistungszentrums (HDZ) an der Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf ins Kraut geschossen waren, traf sich Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) am Mittwochnachmittag mit Investor Thomas Pietsch. Der Geschäftsführer der GVG Projektentwicklungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin verneint jegliche Pläne hinsichtlich einer Unterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge: „Hier entsteht ein Rewe-Markt“, sagt er.

Und der soll größer, schöner und ökologischer werden als die bisherige Filiale an diesem Standort. „Wir planen ein Green Building“, sagt Pietsch mit Blick auf die ökologische und energetische Optimierung des Gebäudes. Im Juni oder Juli nächsten Jahres soll der Rewe-Markt in sein neues Domizil eröffnen. Die Baugenehmigung liege bereits vor. Zuvor müsse allerdings Baufreiheit geschaffen werden: Die beiden vorhandenen Gebäude, in denen dereinst ein Bowlingcenter sowie diverse Geschäftsleute und Dienstleister eingemietet waren, werden nach den Worten des GVG-Geschäftsführers zunächst entkernt und dann abgerissen.

Noch in diesem Monat erwarten Pietsch und sein Architekt Matthias Faust die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt. Dieser betrifft die jetzigen Gebäude der Supermarktfilialen und basiert ebenfalls auf einem Abriss. Im Anschluss sind der Neubau eines Aldi-Marktes sowie einer Filiale der Drogeriemarktkette DM geplant. Erst wenn das Bauordnungsamt grünes Licht gegeben hat, werde im Sinne des Gesamtkonzeptes endgültig der Startschuss auch für den ersten Bauabschnitt gegeben, sagte Thomas Pietsch.

Dritter Bauabschnitt betrifft ehemaligen Obi-Baumarkt

Mit Aussagen zum dritten Bauabschnitt, der das Gebäude des im April 2013 geschlossenen Obi-Baumarktes umfasst, hielt sich der GVG-Geschäftsführer noch zurück. Dieses Konzept sei noch nicht fertiggestellt. „Alles ist offen, was wir mit der Fläche machen“, sagte Thomas Pietsch. Ziel sei es allerdings, ebenfalls einen Neubau zu errichten und diesen nachhaltig mit Mietern zu belegen. Eine Belegung mit Asylbewerbern sei aber auch an dieser Stelle „derzeit nicht vorstellbar“, weil das dem fortgeführten Gesamtkonzept des HDZ widersprechen würde.

Insgesamt rund 15 Millionen Euro werde die Projektentwicklungsgesellschaft am Standort Hohen Neuendorf investieren – sehr zur Freude von Bürgermeister Hartung. Die schon erstellten Pläne des vorherigen Investors Grundareal Dr. Berger GmbH & Co. KG seien komplett überarbeitet worden. Grundlage für die bisherige Baugenehmigung sei ein aktuelles Einzelhandelsgutachten für den Standort. Das belege die vorhandene Kaufkraft, so der Bürgermeister. Die Erweiterung der Verkaufsflächen im Zuge der geplanten Maßnahmen stehe somit auf einem soliden Fundament.

Einzelhandel seit 1998

Das Handels - und Dienstleistungszentrum (HDZ) eröffnete im Frühjahr 1998 an der Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf.

Eine ehemalige Kaserne der DDR-Grenztruppen war für die Einzelhandelsnutzung umgebaut worden. Eines der Gebäude blieb sogar erhalten. Es soll nun als erstes abgerissen werden.

Die GVG Projektentwicklungsgesellschaft mbH ist in den Geschäftsbereichen Projektentwicklung, Generalübernehmer und Management engagiert. Partnergesellschaft ist die Cura Consulting GmbH (CCG).

Die CCG betreibt das Asset und Property Management von Vermögenswerten und Anlageobjekten für Investoren aus dem In- und Ausland.

Gegenwärtig wird ein Immobilienportfolio von 26 Investments – überwiegend in Berlin und weiteren deutschen Großstädten – mit einer Gesamtnutzfläche von rund 35 000 m² und einer Jahresbruttomiete von rund 5,0 Millionen Euro verwaltet.

Weitere – in der Umsetzung befindliche – Vorhaben in Berlin und Umland mit einer Gesamtmietfläche von rund 12 000 m² und einer Jahresbruttomiete von mehr als 1,8 Millionen Euro werden nach Fertigstellung in 2014 beziehungsweise 2015 übernommen.

Von Helge Treichel

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